ECHTERNACHINGO ZWANK

„Eng Gemeng a Bewegung“: Echternach präsentiert seine neuen Stadtmarketing-Ideen

Aus vielen Ideen hat sich der Plan ergeben: Jetzt wird das Stadtmarketing in der Abteistadt konkret. Am Mittwochabend stellten die Initiatoren des Stadtmarketings in ihrem dritten Forum im Trifolion ihr Handlungskonzept vor. An diesem Abend ging es um die konkreten Projektvorschläge und das Organisationskonzept zur Umsetzung der ausgearbeiteten Ideen. Begleitet wurde der Entwicklungsprozess von dem zur Etablierung des Stadtmarketings von den Akteuren im vergangenen Jahr ins Leben gerufenen Stadtmarketing-Lenkungsausschuss, in dem Echternacher Vertreter aus Wirtschaft, Kultur, Vereinen und Politik mitwirken.

Wolfgang Haensch, Projektleiter von der Firma cima, sagte, dass „das Maßnahmenpaket sehr ehrgeizig und anspruchsvoll ist. Aber es bietet für Echternach die Chance, im Wettbewerb der Städte einen wichtigen Schritt nach vorne zu tun.“

Überschaubar und nicht großstädtisch

Das Zukunftsprofil für die Stadt sieht somit vor, dass sich Echternach als überschaubar und nicht großstädtisch, mit Qualität und europäisch präsentieren muss. Mit vier Säulen: Genuss und Erlebnis, Begegnung und Europa, Geschichte und Kultur sowie Wirtschaft und Wirtschaftsförderung - mit den Lokalitäten Innenstadt, Echternacher See und Wirtschaftszone. Insgesamt 24 Projekte wurden für die Säulen erarbeitet, darunter die Installation eines modernen Info- und Werbesystems, der „Shopping-Rundgang Echternach“ oder auch ein regelmäßiger Unternehmertreff Echternach und eine „Willkommensinitiative für Neubürger“. Einige dieser Ideen sollen bereits im nächsten Jahr realisiert werden. So soll 2016 auch ein „Dîner en Blanc“ stattfinden, „es hat in vielen Städten schon super geklappt, warum nicht auch in Echternach“, so Haensch. Mit der Illuminationen stadtbildprägender Gebäude soll die Silhouette der Stadt und die Identität gefördert werden, dies ist auch für 2016 angedacht. Was ebenfalls sofort angegangen werden soll, ist das Leerstandsmanagement in der Stadt und die Vermarktung des Abteihofs als Veranstaltungsort. Eine zentrale Anlaufstelle für Unternehmen steht ebenfalls auf der To-do-Liste der Stadtmarketingexperten, „sowie der Punkt, dass die Industriezone endlich Straßennamen bekommt.“

Auf der neuen Webseite www.stadmarketing.lu sollen vor allem die Bürger aktiv sein, ganz nach dem Motto „Ich bin Echternacher…“, wo Einwohner präsentieren, „was ihre Stadt ausmacht, eine Liebeserklärung quasi“, sagt Haensch. Diese Seite soll im November freigeschaltet werden. Unternehmen, Firmen oder Gastronomiebetriebe können sich hier kostenlos präsentieren, „wir brauchen nur Informationen“, sagt Haensch, „auch die lokalen Vereine können sich hier vorstellen.“

Projekte wie „Neugestaltung Haalergaas und Marktplatz“ oder auch die komplette Illumination sollen im Masterplan umgesetzt werden, „was auch den Stadtpark und die Orangerie als Teil der Innenstadt herausheben soll.“

Yves Wengler, Bürgermeister der Stadt, stellte klar, dass „Echternach viel zu bieten hat. Stadtmarketing ist für mich das zentrale Instrument zur Profilierung der Stadt nach innen und außen. Das vorgelegte Konzept ist für uns die Richtschnur für die nächsten Jahre.“ Daher sei es auch wichtig, „alles komplett zu zeigen, nicht nur ein Teil des großen Puzzles, sondern eben das große Ganze, ganz Echternach eben.“ Man müsse analysieren, was gut ist, was man aber noch besser machen kann und die Sachen, die nicht gut sind, angehen. „So bin ich froh, dass Echternach sich nun bewegt, ab sofort gehen wir die Sache an. Bisher wurde nur geplant, jetzt wird richtig gearbeitet.


Die Koordinierungsstelle des Stadtmarketing wird im Trifolion angesiedelt, als Abteilung der „Struktur- und Marketinggesellschaft Echternach“, an die auch die Abteilung „Trifolion“ angegliedert sein wird