LUXEMBURG
PATRICK WELTER

Der Interessenverein Luxemburg-Hollerich setzt auf die Aufwertung des Viertels

Das Hauptstadtviertel Hollerich leidet besonders unter einem Mangel an Grünflächen. Werden durch den Ausbau der „Porte de Hollerich“ noch weitere verschwinden? Das ist eine der Fragen, mit der sich der Interessenverein Hollerich zurzeit beschäftigt. Es mag sich aktuell nur um Rasenflächen vor der Hollericher Kirche, im Bereich der jetzigen Großkreuzung, handeln, aber sie sind für das dicht bebaute Viertel als Freiraum wichtig.

„Porte de Hollerich“: UnterirdischeVerkehrsführung gefordert

Damit die Grünfläche so bleiben kann, brachte Dr. Marianne Wahl, die Vorsitzende des Interessenvereins, in einem Gespräch mit dem „Lëtzebuerger Journal“ eine interessante Variante zur Sprache. Bei der Neugestaltung der „Porte de Hollerich“ könnte durch eine unterirdische Verkehrsführung ein neues, wirklich grünes Zentrum für Hollerich entstehen. Möglich wäre dies, wenn die Streckenführung von der A 4 kommend vor dem heutigen Kreuzungsbereich abgesenkt würde und der Verkehr in Richtung Stadtzentrum erst auf Höhe der BIL-Zentrale wieder ans Tageslicht käme. Auch in Richtung zur Escher Straße, also in Richtung Gasperich, sollte eine unterirdische Trassenführung möglich sein.

„Das mag etwas kosten, würde aber das Leben in Hollerich deutlich aufwerten. Endlich hätten wir dann eine echte Grünfläche zum Nutzen aller Bürger,“ sagte Dr. Wahl gegenüber dem „Lëtzebuerger Journal“. Bereits 2008 habe der Interessenverein Hollerich kreative Ideen zur Gestaltung des Kirchenvorplatzes vorgelegt. Hollerich sollte zu seiner früheren Bedeutung als gesellschaftliches Zentrum des Südwesten der Hauptstadt zurückkehren.

Grundsätzlich sollte die ständig wachsende Stadt Luxemburg darauf achten, im Interesse der Lebensqualität keine Grünflächen für Bauvorhaben zu opfern, meinte Dr. Marianne Wahl.