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„Gesondheets-App“: AMMD und Digital Health Network sàrl stellen neue Applikation vor

Alles ist auf europäische Initiative hin geschehen - „denn der Bürger hat ein Recht, auf seine Daten zugreifen zu können“: Gestern präsentierte die AMMD, die „Association des Médecins et Médecins-Dentistes (AMMD)“, mit „Digital Health Network (DHN)“ eine neue Gesundheitsapp.

Per mobiler App, also per Smartphone und Tablet, könne der Bürger - bewusst vermeidet man den Terminus Patient - so seine Daten wie Analyseergebnisse, Verschreibungen oder Zertifikate einsehen oder deren verschlüsselten Inhalt teilen. Auch sollen Belege problemlos digital übermittelt werden können.

Auf diese Weise könnten die Patienten nicht nur auf ihre digitalisierten Gesundheitsdaten zugreifen, sondern sie auch teilen und gleichzeitig ihre Verwaltungsverfahren (wie zum Beispiel die Erstattung ihrer Gebührenabrechnungen) erleichtern. „Und nichts passiert, ohne dass der Bürger (der Patient) das Vorhaben absegnet.“ Es sei aber auch möglich, nicht nur die eigenen Daten verwalten zu können, sondern auch die von Familienmitgliedern. Das Bestreben des Unternehmens, das im Mai 2019 gegründet wurde, sei es daher, den Patienten eine einfache Verbindung über eine völlig sichere App zu den Anbietern ihrer Wahl oder zu jedem anderen öffentlichen oder privaten Akteur im Gesundheitsbereich zu ermöglichen. „Diese Anwendung dient dem Patienten als einziger Einstiegspunkt, um seinen Weg abzuschließen und gleichzeitig seine Autonomie strikt zu respektieren, in perfekter Komplementarität mit dem DSP („dossier de soins partagé)“, wie es auch Dr. Alain Schmit, Präsident der AMMD, beschrieb.

Digital Health Network sàrl ist Teil einer nationalen digitalen Politik, die von der Regierung gefördert wird. Sie zielt darauf ab, auf allen Ebenen integrativ zu sein. „Der Zweck ist es daher auch, die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems zu verbessern“, wie die Verantwortliche ausführen.

Der Erfolg des digitalen Wandels werde daher ohne die aktive Beteiligung von Ärzten und Zahnärzten nicht möglich sein. Es werde daher erwartet, dass sie sich auch aktiv an der Gestaltung und Entwicklung von Projekten beteiligen, die die Partner in unterschiedlicher Form betreffen. Auch Krankenhäusern soll der Anschluss an DHN ermöglicht werden. „Darüber hinaus sollen dann auch Terminabsprachen möglich sein.“ Entsprechende Gespräche mit den Versicherungen, Arbeitgebern, Laboren, Medizinern, Apotheken seien geführt worden, um ihre Bedürfnisse abzuklären. „Was wichtig ist: Alles ist entsprechend verschlüsselt“ - und es gehe natürlich alles im bürokratischen Verkehr viel schneller. Wobei man auch schon die Idee der grenzüberschreitenden Nutzung - Stichwort: Großregion - ins Spiel gebracht hat.

www.dhn.lu