LUXEMBURG
SIMONE MOLITOR

Lichtverschmutzung und Energieverschwendung: Luxemburg soll dunkler werden

Astronomen fordern es bereits lange: Licht aus in der Nacht! Nur noch einige sehr helle Sterne sind nämlich infolge der so genannten Lichtverschmutzung am nächtlichen Himmel zu sehen. Den freien Blick auf die Milchstraße kann man fast nirgends mehr genießen. Umweltschützer warnen vor den Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt. Zu viel unnatürliches Licht führt nämlich Zugvögel in die Irre. Zahlreiche Nachtfalter sterben im Lichtkegel der Straßenlaternen.

Auch die Politik ist auf das Thema aufmerksam geworden, dabei geht es aber eher um Energieverschwendung: Strom und Geld sollen gespart werden. Den beiden vorgenannten Parteien sind die Beweggründe egal, Hauptsache der nächtliche Himmel über Luxemburg wird wieder dunkler.
Licht aus in Frankreich
Im Nachbarland Frankreich wird derzeit bereits konkreter über das Thema diskutiert. Ab Juli 2013 soll sich das nächtliche Straßenbild Frankreichs verändern. So jedenfalls will es die zuständige Ministerin Delphine Batho. Innen- und Außenbeleuchtung von Geschäften, Büros und sonstigen öffentlichen Gebäuden sollen um 1.00 ausgehen. Sonderregelungen soll es an Festtagen wie Weihnachten oder auch in Tourismus- und Freizeitzonen geben. Den Geschäftsinhabern und Unternehmen gefällt das natürlich überhaupt nicht. Sie warnen vor dem Einfluss auf Gesellschaft und Wirtschaft.

Und wie sieht es in Luxemburg aus? Genau das will LSAP-Abgeordneter Roger Negri von Nachhaltigkeitsminister Claude Wiseler wissen. Ähnliche Regelungen sollten auch diesseits der Grenzen ins Auge gefasst werden, fordert Negri in einer parlamentarischen Anfrage vom 6. Februar.