LUXEMBURG
PATRICK WELTER

Bahnhof Pfaffenthal und Trambahnhaltestellen: Genug Wetterschutz für Passagiere?

Nichts ist so gut, dass man es nicht noch verbessern könnte. Darauf zielt der der DP-Abgeordnete Max Hahn ab, als er in einer parlamentarischen Anfrage an Transportminister François Bausch wissen wollte, wie es um den Wetterschutz am Bahnhof Luxemburg-Pfaffenthal und den Haltestellen entlang der Trambahnstrecke vom Kirchberg bis in die Innenstadt bestellt ist. Seinen Informationen nach nicht zum Besten.

Zugig im Tal, und an den Trambahnhaltestellen sei der Schutz bei schlechtem Wetter absolut unzureichend. Hahn wollte wissen, ob die Probleme dem Minister bekannt sind? Ob diese Phänomene bei der Planung übersehen wurden? Ist mit dem Bau eines Unterstands für wartende Eisenbahnpassagiere zu rechnen - falls nicht, welche Lösungen gibt es sonst? Wie können die Verhältnisse an den Straßenbahnhaltestellen verbessert werden?

Eigentlich nur Durchgangsstation

Laut Minister Bausch gilt für den Bahnhaltepunkt Pfaffenthal im Prinzip das System Ankommen (per Standseilbahn) und Abfahren, was aber nicht immer klappt. Eine explizite „Wartezone“ gibt es dort nicht, obwohl große Teile der Bahnsteige überdacht sind. Der Bau von ausgesprochenen Wartesälen sei mit Kosten und vor allem einer latenten Gefahr des Vandalismus verbunden, der wiederum die Kosten in die Höhe treiben würde - die ab 2020 nicht mehr an die Reisenden weiter gegeben werden (können).

Aufgrund der Nachfrage von Seiten der Zugreisenden wird, laut Minister Bausch, derzeit geprüft die obere Plattform des Bahnhofs mit windgeschützten Bereichen ausgerüstet werden kann. Ähnliches ist im Bereich der Bahnsteige mit erheblich höherem technischem Aufwand verbunden.

Höhere Taktung verringert die Wartezeit

Das Straßenbahnnetz sei inklusive der notwendigen Peripherie so gestaltet worden, dass der Öffentlichen Transport so attraktiv wie möglich wird. Die Haltestellen seien alle mit Wartehäuschen nach den besten europäischen Standards ausgestattet worden. Laut Bausch bieten sie jeweils auf 50 Quadratmetern Wetterschutz.

Der Transportminister sieht das „Wetter-Problem“ mittelfristig als hinfällig an, da die Tram ihre Taktung, also die Staffelung ihrer Abfahrtszeiten, von sechs Minuten auf drei Minuten steigern wird.

Derzeit werden im Bereich des Knotenpunkts „Luxexpo“ zwei weitere Wartehäuschen („abris“) gebaut, um das Schutzdach („auvent“) für wartende Passagiere zu ergänzen.