LUXEMBURG
JÉRÔME BECKER

„In der Petition fordere ich die Anerkennung des eSport in Luxemburg durch eine staatlich geförderte Struktur, die Teams und nicht profitable Organisationen fördert. Dies hätte zur Folge, dass Luxemburg ein Vorreiter im Thema eSport sein könnte. Momentan laufen auch Anstrengungen in verschiedenen Ländern dies auch dort stärker staatlich zu unterstützen. Das würde dem Tourismus sehr helfen, nicht weit weg von Luxemburg gibt es jährlich in der Lanxess Arena in Köln die ESL-ONE. Dort treffen dann an einem Wochenende 13.000 eSportverrückte ein und schauen sich wie bei anderen Sportveranstaltungen auch die Spiele an und feuern ihre Lieblingsteams an. Durch die Anerkennung könnten Organisationen, die einen sehr großen Umsatz haben, auch ihre Sitze nach Luxemburg verlegen. Dies könnten Teams oder Turnierorganisationen sein. Das würde wiederum der Wirtschaft gut tun.

Bisher gibt es in Luxemburg selbst nur kleinere Turniere für Halb-Profispieler und Amateure. Ein richtig großes professionelles Turnier mit internationaler Beteiligung gab es in dieser Form noch nicht. Das wollen aber zum Beispiel die ,E-sports Luxembourg asbl‘ ändern. Sie organisieren dieses Jahr schon das zweite Luxmasters Turnier, im Spiel ,Counter Strike‘, das ein Evergreen in der eSports-Szene ist. Andere Organisationen wie beispielsweise die asbl ,videogames.lu‘ machen in Luxemburg mit ,Beat‘em ups‘ aufmerksam, beispielsweise Kampfspielen wie ,DragonBall FighterZ‘ und ,Tekken‘. Diese Organisationen basieren auf freiwilliger Hilfe und könnten mit einer Anerkennung viel bewirken, dadurch würden auch potenziell große Sponsoren auf die Ausmaße des Phänomens eSport aufmerksam und man könnte alles besser und größer machen. Die Weltweit größte Organisation mit Sitz in Deutschland ist die ,Electronic Sports League‘ (ESL). Diese veranstaltet seit Jahren die größten Turniere und hat durch ihre Bemühungen große Sponsoren mit an Bord.

Mit mehr Anerkennung würde man im Allgemeinen als Vorreiter dienen, gegebenenfalls sogar als Vorbild, sodass andere Länder nachziehen. Die eSportler könnten professioneller werden, man könnte ihnen Strukturen und Hardware bieten zum Training, man könnte staatlich unterstützte Turniere austragen um den Fokus auf unsere Spieler richten. Es gibt viele Möglichkeiten dies so zu verbreiten, dass es sehr qualitativ werden könnte. Es könnte auch schon professionelle Organisationen geben. Luxemburg ist in diesem Bereich ein wenig hinter anderen Ländern, dies könnte man mit der Anerkennung des eSport ändern und sich zum zu einem noch moderneren Land entwickeln.“

Die Petition 1077 befindet sich derzeit noch im Status „en examen de recevabilité“. Weitere Informationen unter www.e-sports.lu und www.chamber.lu