LUXEMBURG
INGO ZWANK

Pilotprojekt „Frigo Anti-Gaspillage“ der Jugendherberge Hollenfels vorgestellt

Einer Studie der Welternährungsorganisation zufolge werden in Europa jährlich 280 Kilogramm Lebensmittel pro Einwohner weggeworfen, obwohl häufig noch nicht einmal das Haltbarkeitsdatum erreicht worden ist. Ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel wird verschwendet oder geht verloren, in Industrieländern sogar etwa die Hälfte aller Produkte. Die Regierung hat angesichts dieses unannehmbaren verschwenderischen Umgangs den Kampf gegen Verschwendung zu einer ihrer Prioritäten erklärt.

Priorität der Regierung

Im Rahmen der Sensibilisierungskampagne „Ensemble contre le gaspillage alimentaire“ konnte Romain Schneider, Minister für Landwirtschaft, Weinbau und ländliche Entwicklung, gestern in Tüntingen das Pilotprojekt „Frigo Anti-Gaspillage“ vorstellen. Diese Initiative wurde von der Jugendherberge Hollenfels initiiert und vom Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau und ländliche Entwicklung sowie der Gemeindeverwaltung Helperknapp unterstützt. Hauptziel ist es, den Speiseresten „eine zweite Chance zu geben“ und gleichzeitig aktiv gegen Lebensmittelverschwendung vorzugehen.

So wurde im Rahmen der Initiative der Luxemburger Jugendherbergen beispielsweise für den „Veräinsbau“ in Tüntingen (4, rue de Hollenfels) ein SB-Kühlschrank mit attraktivem Design entworfen und dort installiert, der frische Gerichte, zubereitet in der Jugendherberge Hollenfels, anbietet. Jeder Einwohner, Tourist oder Arbeiter der Region
kann sein Essen hier selbst auswählen, indem er einen Mindestbetrag in die Kasse neben dem Kühlschrank einzahlt. Die Gerichte und die Anzahl der verkauften Gerichte werden täglich auf der Facebook-Seite der Jugendherberge Hollenfels veröffentlicht.

Reduzierung der Lebensmittelabfälle um 50 Prozent

Ziel dieser Kampagne ist es, die Menge an Bioabfällen zu reduzieren, indem gekochten Mahlzeiten eine zweite Chance zum Verzehr gegeben wird, den Menschen, die in der Nähe oder in der Gemeinde leben oder arbeiten, Qualität und bezahlbare gekochte Mahlzeiten anzubieten. Der Minister konnte diese innovative Initiative nur begrüßen und lobte das bewundernswerte Engagement. Für ihn sei es wichtig, dass sich eine Vielzahl von Akteuren im Kampf gegen die Abfälle zusammenschließen und alles getan wird, um die Ziele des „Plan national de gestion des déchets et des ressources (PNDGR)“ zu erreichen: eine Reduzierung der Lebensmittelabfälle um 50 Prozent bis 2030.

www.antigaspi.lu