LUXEMBURG
PASCAL STEINWACHS

Zweitletzte Sitzung des Regierungsrats vor der Sommerpause

Auch wenn die Abgeordnetenkammer sich bereits in die Sommerpause verabschiedet hat - kommende Woche wird noch eine einsame Kommissionssitzung des Petitionsausschusses abgehalten - , so ist die Regierung aber weiterhin fleißig am Arbeiten - auf jeden Fall bis nächsten Mittwoch, findet dann doch die letzte Sitzung des Regierungsrats (die 40. Sitzung in dieser Kammersession) bis zur Rentrée im Herbst statt. 90 Gesetzesprojekte wurden seit September auf den Instanzenweg gebracht; in der nächsten Woche soll unter anderem über die Burka gesprochen werden.

120 Millionen Euro für den Sport

Die sogenannte Briefingpresse, die in den letzten Monaten nicht gerade oft vom - vielbeschäftigten - Regierungschef gebrieft wurde, wurde indes schon gestern zum Umtrunk („verre de l’amitié“) ins Staatsministerium eingeladen, um dort gemeinsam mit der versammelten Regierungsmannschaft auf die nun anstehende, schönste Zeit des Jahres anzustoßen. Allzu lange dauerte die ganze Anstoßerei jedoch nicht, musste Premier Bettel doch nach Paris, wo er neben seinem französischen Counterpart Edouard Philippe auch Präsident Macron traf, mit dem er über bilaterale Fragen und europäische Aktualitätsfragen sprach.

Wie der Premier im Anschluss an den Regierungsrat mitteilte, will die Regierung in den nächsten fünf Jahren 120 Millionen Euro in die nationalen Sportinfrastrukturen investieren.

„LUGA 2023“: Nationale Gartenschau

Dann befassten sich die Minister und Staatssekretäre gestern aber auch mit der Vorbereitung einer großen nationalen Gartenschau, die im Jahre 2023 in der Hauptstadt stattfinden soll.

Die „LUGA 2023“, wie die Veranstaltung getauft wurde, ist eine Gemeinschaftsaktion des Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministeriums, der Tourismusabteilung des Wirtschaftsministeriums und der Gemeinde Luxemburg, und soll zu einem positiveren Image unseres Landes beitragen. Auch soll das „Urban gardening“ gemäß der Rifkin-Studie gefördert werden, und sollen die Wahrnehmung der Produkte aus der Landwirtschaft, dem Gartenbau und dem Weinbau verbessert werden, wie auch der Stellenwert der grünen Berufe im allgemeinen.