LUXEMBURG
CHRISTIAN BLOCK

„Amnesty International“ lädt zum ersten Festival der Menschenrechte in Luxemburg ein

Es sei so wichtig wie noch nie, sich für Männer, Frauen und Kinder einzusetzen, die Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt sind: Zum ersten Mal versanstaltet die Menschenrechtsorganisation „Amnesty International“ ein Festival der Menschenrechte in Luxemburg. In der ersten Hälfte des Monats Dezember lädt die Organisation zu einer Vielzahl unterschiedlicher Events ein. „Wir wollen alle Bürger, die sich für die Menschenrechte einsetzen, in ihrem Einsatz stärken“, sagte der Präsident der luxemburgischen Sektion David Pereira gestern bei der Vorstellung des Programms und fügte hinzu: „Et muss een dofir kämpfen.“ Darüber hinaus will Amnesty natürlich auch aufklären und möglichst viele Menschen für das Thema sensibilisieren. Im Fokus des diesjährigen Festivals steht das Schicksal von zehn Menschen. Der ägyptische Fotojournalist Shawkan etwa, der im August 2013 festgenommen wurde, obwohl er nur seine Arbeit machte. Stan Brabant, Direktor der luxemburgischen AI-Sektion, sprach insgesamt von einem sehr schwierigen Kontext für die Menschenrechte weltweit. Gleichzeitig habe man in der Vergangenheit durch die Mobilisierung über Petitionen und Briefe einiges bewirken können. „Jede Unterschrift zählt“, betonte Brabant.

Ai Wei Wei unterstützt AI-Kampagne

Auftakt des Festivals stellt die ab dem 1. Dezember auf dem Knuedler zu sehende Ausstellung aus. Dort werden Porträts der zehn Personen des Künstlers Ai Wei Wei - aus Lego-Bausteinen - ausgestellt, samt ihrer Geschichte und der Möglichkeit, sich vor Ort online für sie einzusetzen. Gleichzeitig findet am 1. Dezember eine Vorführung des Dokumentarfilms („Frame by Frame“) und eine Diskussion zum Thema „Der Fotojournalismus: eine Sicht auf Menschenrechte?“ statt. Eingeladen ist zu diesem Zweck der niederländische Fotograf Teun Voeten, der über gewaltsame Konflikte berichtet hat. Am 2. Dezember ist dann ein erstes Schreibatelier vorgesehen, in denen Briefe zugunsten der zehn symbolischen Fälle von Menschen in Gefahr verfasst werden können. Tags drauf findet in Partnerschaft mit der „Ligue d‘improvisation Luxembourg“ ein Improvisationstheaterabend im Theater „le 10“ in Neudorf statt. Um Anmeldung wird gebeten. Am Vorabend des internationalen Tages der Menschenrechte lädt AIL dann zu einem Tanzabend mit den DJs Spud Bencer, DJ Sensu und DJ Lowdjo in die Rotondes. Am 10. Dezember findet neben dem traditionellen Fackelumzug diesmal neu ein „Jogging for Amnesty“-Event statt. Außerdem ist ein weiterer Schreibabend im Café Konrad samt Konzert der Band „Vigor and Friends“ geplant. Eine Podiumsdiskussion zur Frage, was Luxemburg und seine Bürger tun können, um Menschenrechte zu verteidigen, ist für den 15. Dezember angesetzt. Als besondere Gäste begrüßt die Menschenrechtsorganisation hierzu die Aktivisten Leyla und Arif Yunus. An diesem Tag wird ebenfalls der „Amnesty Medienpräis“ für Beiträge der luxemburgischen Medien zur öffentlichen Debatte von menschenrechtsbezogenen Themen verliehen.


Alle Details zu den Veranstaltungen können Sie unter www.festival.amnesty.lu nachlesen