LUXEMBURGSVEN WOHL

Das Kasemattentheater präsentiert sich zum 50. recht jugendlich

Mit 50 Jahren darf man sich durchaus als etabliert bezeichnen. Das ist mehr oder minder das Fazit, das man unter die Geschichte des Kasemattentheaters setzen kann. Gefeiert wird das seitens der Organisatoren des alternativen Theaters, indem nicht nur auf ein solides Programm gesetzt wird, sondern indem man auch ein Buch veröffentlicht, das zum Ende des Jahres erscheinen soll (Siehe Infokasten).

Hoffen und bangen

Die aktuelle Saison ist dabei mit einer gewissen Spannung gefüllt, die allerdings nur bedingt etwas mit den vertretenen Stücken zu tun hat. Die Auflösung der bisherigen Konventionen, die zuvor zwischen der Focuna und den verschiedenen Kulturinstitutionen bestand, wurden aufgekündigt und müssen neu verhandelt werden.

Dadurch geht zwar ein wenig Planungssicherheit verloren, so die Verantwortlichen, aber man sei sich sicher, dass bald eine neue Vereinbarung erreicht wird. Es könnte sogar sein, dass man dabei besser davon kommt, als bisher.

Das hindert die Organisatoren jedoch nicht daran, eine hervorragende Spielzeit 2014-2015 auf die Beine zu stellen. Bemerkenswert ist, dass ein Großteil der gezeigten Stücke Neuheiten im Programm sind. Unter den wenigen Wiederholungen befinden sich Stücke wie „Gift“ und „Mein Essen mit André“. Neuheiten wie „Bank Banker Bankrott“, „Der goldene Drache“ und „Zur schönen Aussicht“ füllen einen Großteil des Programmes aus. Zu beachten ist jedoch auch der Fokus auf die Thematik der Migration, womit sich das Theater ganz nahe an der Aktualität befindet: „Furcht und Wohlstand des Luxemburger Landes“ nennt sich das Theater-Projekt, das im März an den Start geht.

Neben dieser sehr komplexen Thematik wird natürlich auch der Geburtstag des Kasemattentheaters gefeiert. Die eigentliche Feier findet dabei am 11. Dezember statt. An diesem Datum wurde vor 50 Jahren die A.S.B.L. gegründet. Die Feierlichkeiten beginnen um 19.00.


Mehr Informationen zum Programm finden Sie aufwww.kasemattentheater.lu