PASCAL STEINWACHS

So richtig begeistern konnte Michel Wolter das „d’Lëtzebuerger Land“ mit seinem rezenten Ziehharmonikaständchen zum Abschluss seiner CSV-Baboschaft anscheinend nicht, ansonsten es den langjährigen Spitzenpolitiker wohl kaum mit einem „traurigen Clown“ verglichen hätte, „dessen Mischung aus Lachen und Weinen die Kinder im Zirkus anrührt“. So etwas (das mit dem Akkordeon) würde sich Claude Wiseler, der neue starke Mann der CSV, natürlich nie trauen, denn der will 2018 still und heimlich Staatsminister werden, und so eine Quetschkommode steht einem bei so einem Anliegen nur im Wege. Genauso wie Ex-Premierchef Juncker, auf dessen Verschwinden die Partei laut „Land“ nur noch wartet - „vielleicht lässt die CSV dafür Kerzen in der Kathedrale brennen“.

Fast gebrannt, und zwar auf dem Scheiterhaufen, hätte vor langen Jahren auch Galilei Galileo (und die Erde dreht sich doch“), dessen 450. Geburtstag gestern ausgerechnet die Erzbistumszeitung mit einem ziemlich konfusen, fast schon retipolaren Leitartikel feierte, in dem ausdrücklich vor „ethischem Dumping“ gewarnt wird. Da ist uns sogar Michel Wolter mit seinem Schifferklavier („und er spielte es doch“) um einiges lieber...