ETTELBRÜCK
PIERRE MATGEN

Schöffenrat erklärt den Gemeinderäten seine Marketing-Strategie

Die Nachricht der Schließung mehrerer führender Geschäfte in Ettelbrück hatte die DP/„déi gréng“-Opposition dazu veranlasst, in einem Schreiben dem Schöffenrat ihre Besorgnis über die Entwicklung der Geschäftswelt mitzuteilen. Auch wenn die politischen Möglichkeiten in diesem Fall eher bescheiden seien, verlangten sie die Einberufung einer Gemeinderatssitzung zum Thema, um eine Strategie festzulegen, um diese Entwicklung, die ihrer Meinung nach die Lebensqualität mindere, zu stoppen. In der gestrigen Gemeinderatssitzung kam diese Angelegenheit zur Sprache. Dabei bedauerte Bürgermeister Jean-Paul Schaaf, dass der Wortlaut des Schreibens und die damit einhergegangenen Presseberichte ein negatives Bild von der Pattonstadt vermittelt hätten.

Aktionsplan

Anschließend zählte der Bürgermeister eine Reihe von Maßnahmen auf, die seit 2012 getroffen wurden, um das Image von Ettelbrück nach außen hin zu verbessern. Darunter die Einstellung einer Kommunikationsmanagerin und die Schaffung einer Arbeitsgruppe „Marketing“ mit Vertretern verschiedener Organisationen. Allein im Haushalt 2015 seien 181.100 Euro für eine bessere Vermarktung vorgesehen, meinte Schaaf.

Schließlich teilte der Bürgermeister mit, dass vor kurzem die deutsche City-Managementgesellschaft, CIMA, damit beauftragt wurde, ein Marketingkonzept für Ettelbrück auszuarbeiten. Am 15. Juni sei eine erste Zusammenkunft mit den Geschäftsleuten vorgesehen, um ein attraktives Geschäftsmodell zu entwickeln.

Reaktion der Opposition

Die Räte der „déi gréng“/DP-Opposition wiesen die Vorwürfe des Bürgermeisters entschieden zurück. Sie hätten nur auf das Problem der Geschäftsschließungen aufmerksam gemacht und vorgeschlagen, gemeinsam Lösungen zu finden. Auch hätten sie erst in der Generalversammlung des Geschäftsverbandes von dem Auftrag an die City Management-Gesellschaft erfahren. Rat Abbes Jacoby wollte weiter wissen, wie es um die Zukunftspläne der Cactus-Gruppe, die weiter Interesse am Standort Ettelbrück hat, stehe. Hierzu wollte der Bürgermeister keine weiteren Informationen liefern.

Nach der Genehmigung der Schulorganisation 2015/16 wurde ein zusätzlicher Kredit für Infrastrukturarbeiten in der Kanalstraße und auf dem Rathausplatz in Höhe von 500.000 Euro genehmigt.

Schließlich wurden drei Teilbebauungspläne (PAP) verabschiedet, einer davon im Ortsteil „Auf dem Moor“ für 79 Einfamilienhäuser und sieben Wohneinheiten.