DEN HAAG
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Europol: Druckerei für Dokumentenfälschung in Griechenland ausgehoben

Mit Unterstützung von Europol wurde eine 50-jährige Person in Griechenland wegen umfangreicher Fälschung von Dokumenten und Beihilfe zur illegalen Einwanderung verhaftet. Dies teilte die europäische Behörde gestern mit. Während des Aktionstages am 11. Juli durchsuchten die griechischen Strafverfolgungsbehörden eine Druckerei in Ilioupoli und beschlagnahmten über 3.200 geänderte oder gefälschte Pässe, 198 Passvorlagen, 172 Identitätskarten, 90 Führerscheine und eine Reihe von Aufenthaltstiteln sowie alle für die Dokumentenfälschung erforderlichen Geräte wie Papierkaschier- und Schneidegeräte, Tinte und so weiter.

Der Fälscher war im Stadtzentrum von Athen tätig und verkaufte und kaufte mehrere Dokumente, die nicht nur aus Griechenland, sondern auch aus anderen Ländern stammten. Die illegalen Dokumente wurden dann an illegale Migranten weitergegeben, um deren Weiterreise und weiteren Aufenthalt in der EU zu ermöglichen. Am Aktionstag entsandte Europol Experten seines Europäischen Zentrums für Menschenschmuggel (EMSC) und des Europäischen Zentrums für Cyberkriminalität (EC3 - Document Forensic Laboratory) nach Griechenland, um vor Ort Analysen und forensische Unterstützung zu leisten. Während der gesamten Untersuchung erleichterte Europol den Austausch von Erkenntnissen und leistete den Ermittlern analytische und forensische Unterstützung.

Diese Operation wurde von der Abteilung für die Bekämpfung der organisierten Kriminalität und des Menschenhandels der griechischen Polizei geleitet. Die Beweise, die bereits während des Aktionstages gesammelt wurden, werden nun analysiert, um mögliche Verbindungen zu Untersuchungen in anderen EU-Mitgliedstaaten zu identifizieren, wie es aus Brüssel heißt.