LUXEMBURG
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Der Fledermaustunnel des Naturparks der Our ist im Finale für den 4. „Natura 2000“-Preis

Die zum „Fledermaustunnel“ umfunktionierte, seit 1960 stillgelegte Eisenbahn-Unterführung der Vennbahn zwischen Ulflingen und Aachen ist ins Finale des „Natura 2000“-Preises der EU-Kommission eingezogen. Damit werden Projekte geehrt, die sich um den Erhalt des Naturerbes Europas bemühen; Teilnehmerprojekte schützen Arten und Lebensräume als Teil des Schutzgebiete-Programms. Damit sollen sie das langfristige Überleben von bedrohten Arten und ihren Lebensräumen sichern - knapp 27.000 „Natura 2000“-Projekte gibt es derzeit. 75 Kandidaturen aus EU-Ländern wurden für die diesjährige vierte Ausgabe des Preises eingereicht, für das Finale zurück behalten wurden 25.

13 Fledermausarten geschützt

Das Projekt der Vennbahn und der Fledermaustunnel wurden bei einem Umbau der stillgelegten Eisenbahnstrecke zu einer Fahrradstrecke verwirklicht, als sich heraus stellte, dass der alte Tunnel von Huldingen (und die Strecke) als Brutstätte für 13 verschiedene Fledermausspezies diente; einige davon galten gar als bedrohte Art. Daraufhin wurde die 125 Kilometer lange Streckenführung leicht abgeändert, um den Lebensraum der Fledermäuse nicht zu stören. Zudem wurden Infotafeln auf der Strecke angebracht, um über die Fledermausarten und ihren Lebensraum zu informieren. Die Finalisten des „Natura 2000“-Preises werden in den fünf Kategorien (Naturschutz, Sozioökonomischer Nutzen, Kommunikation, Interessensausgleich und grenzübergreifende Kollaboration) bewertet und online über ein offenes Votum auf der Webseite bestimmt. Die Abstimmung wird bis zum 22. April laufen. Der Gewinner wird zum 17. Mai bekannt gegeben.


Abstimmen über natura2000award-application.eu