BELVAL
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Radschnellweg zwischen Esch/Alzette und Belval soll zur Touristenattraktion werden

Im Rahmen der sogenannten Radschnellwege, auf denen die Radfahrer sicher und bequem von einer Ortschaft in die nächste gelangen sollen, wurde gestern ein Projekt vorgestellt, das Esch/Alzette und Belval verbinden soll. Der zwei Kilometer lange Radweg verläuft auf einer Länge von 1,2 Kilometern über eine neu zu errichtende Fahrrad- und Fußgängerbrücke, die 7,5 Meter über dem Boden größtenteils über das Gelände von ArcelorMittal verläuft und die Verbindung des alten und des neuen Esch repräsentieren soll, wie Nachhaltigkeitsminister François Bausch (déi gréng) sich gestern ausdrückte.

36 Millionen Euro teuer

Damit bekomme Luxemburg die längste Rad- und Fußgängerbrücke Europas, freute sich der Minister, der davon ausgeht, dass die Brücke sich, genauso wie die Hängebrücke für Radfahrer und Fußgänger unter der Adolphe-Brücke in der Hauptstadt, zur Touristenattraktion entwickeln wird.

Das 36 Millionen Euro teure Projekt soll im Herbst des nächsten Jahres aufgenommen werden und voraussichtlich im September 2022, wenn Esch Kulturhauptstadt Europas ist, abgeschlossen sein, wie Bausch hofft.

Für Radschnellwege gelten indes besondere Bedingungen, wie der Minister unterstrich. Ohne den normalen Straßenverkehr zu kreuzen, dürfen die 3,5 bis 4,5 Meter breiten Radwege nicht mehr als sechs Prozent Steigung aufweisen. Zunächst solche Radschnellwege zwischen der Hauptstadt und Esch/Alzette sowie Bettemburg entstehen, die parallel zum Ausbau der A4 beziehungsweise der A3 gebaut werden sollen.

Der entsprechende Gesetzentwurf wurde bereits im Oktober des vergangenen Jahres vorgestellt, und soll nun, wie François Bausch versprach, noch vor Ende des Jahres von der Abgeordnetenkammer verabschiedet werden.

Aktuell umfasst das nationale Radwegenetz eine Länge von 632 Kilometern, wovon 32 Kilometer seit 2015 realisiert wurden. Langfristig soll das Radwegenetz auf 1.102 Kilometer anwachsen.