CLAUDE KARGER

Während sich bei den hochsommerlichen Temperaturen so manche den „Ice Bucket Challenge“ zurücksehnen, der vor zwei Jahren allenthalben sogar für begossene Spitzenpolitiker sorgte - für den guten Zweck versteht sich, ging es doch darum Geld für die Forschung an der neurodegenerativen Krankheit ALS zu sammeln - machte sich der „Tageblatt“-Leitartikler gestern so seine Gedanken über Verbesserer einer Welt, die nicht mehr heile ist. „Kaum ein Mensch ist zufrieden. Der liebste Zeitvertreib ist es, sich im Internet gegenseitig auf allen möglichen Plattformen zu beleidigen, auszuspionieren und niederzumachen“, hat der Mann beobachtet und „dass der Mensch in seiner Selbstreflexion zu dem gesellschaftlichen Konsens kommt, dass er selber nicht anders kann, als seine eigene Geißel zu sein, ist erschreckend“. Aber: „Glücklicherweise gibt es auch in der realen Welt noch Menschen, die bereit sind, die Welt zu verbessern (sogenannte „links-grün versiffte Gutmenschen“)“. Und die machen sogar „eine Kartoffel zum Akt des zivilen Ungehorsams und eine Stange Lauch zur Rebellion“. Kein Revo- sondern ein Evoluzzer ist indes der grüne Justizminister, wie dieser Tage im „Wort“-Sommerplausch zu erfahren war. Den bringt so schnell nichts zum Kochen. Außer er selbst: „Ich koche sehr gerne, jedoch nicht zum Selbstzweck, deshalb esse ich es auch“.