CLAUDE KARGER

Reicht. Schluss. Aus. Sense. „Die CSV sollte möglichst schnell aus der EVP austreten“, meinte am Samstag der „Wort“-Leitartikler. Besagter Club hat nämlich außer Orbans Fidesz noch so manch andere rechtsautoritäre Partei im Mitgliedsregister. Zum Glück ist die CSV „diesem rechten Trend der Christdemokraten“ nicht gefolgt, meint der Editorialist, „im Gegenteil: Mit Frank Engel an ihrer Spitze werden - manchmal etwas plump - neue und „coole“ Themen erforscht, wie Umwelt- und Netzpolitik oder aus das Wahlrecht für EU-Ausländer“. Zudem sei die CSV gegen eine Festung Europa. So passe sie nicht in die gegenwärtige EVP und solle auch nicht als Stimmenbeschaffer für Orban, Casado, Berlusconi und Co. fungieren. Da ist was dran und sicher wird sich in den CSV-Gremien schon mächtig über ein EVPxit die Köpfe zerbrochen. Die Energie dieses Prozesses sollte jedenfalls gespeichert werden. So wie bei Google, hatte doch die forsche CSV-Frontfrau diese Woche bei einer „Chamber“-Debatte vorgeschlagen „die überschüssige Hitze, die möglicherweise durch die dampfenden Köpfe der Google-Mitarbeiter entsteht, für Gewächshäuser einzusetzen“, wie der „Wort“-Wochenrückblicker vermerkt, der gleich Bissen mit Tepidaria voller Cannabis-Pflanzen zugestellt sah. Wetten aber, dass die Nachbargemeinde Vichten bei dem Rennen die Nase vorn haben wird