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16. Auflage des „Out Of The Crowd Festival“ am 27. April in der Kufa

Längst hat sich das „Out Of The Crowd Festival“ zu einer wichtigen Referenz für neue Musik in Luxemburg entwickelt. Kein Wunder, immerhin wurden im Laufe der Jahre über 150 Acts - Rock, Indie oder auch Elektro - aus allen Ecken der Welt willkommen geheißen, darunter bekannte Namen wie Russian Circles, Motorpsycho oder auch Metz. Am kommenden 27. April geht nun bereits die 16. Ausgabe über die Bühne, beziehungsweise über die beiden Bühnen der Kulturfabrik, dies mit exklusivem Line-Up.

Die Highlights: Built To Spill und Beak›

Der diesjährige Headliner wird die amerikanische Indie-Kultgruppe Built To Spill. Die Jungs aus Boise, Idaho, die sich 1992 zusammengefunden haben, werden ihr Album „Keep It Like A Secret“ (1999) in voller Länge spielen. Mit ihren verzerrten Pop-Stücken zählen sie neben Sonic Youth, Pavement und Dinosaur Jr. zu den großen Vier des Genres. Ein weiteres Highlight dürfte der Auftritt der Briten von Beak› sein. In ihren Rängen: niemand Geringeres als Geoff Barrow, der Drummer der legendären Band Portishead! In den außergewöhnlichen Arrangements der Bristoler Band schwingt ein Hauch von Groove und Rock. Das Album „›››“, das im letzten Jahr veröffentlicht wurde, fand sich am Ende des Jahres in zahlreichen Charts wieder.

Wie üblich bietet das Festival ordentlich schrillen Rock. An der Spitze stehen die Iren von The Murder Capital, die zwar noch kein Album veröffentlicht haben, dennoch als große Hoffnung des europäischen Rock gelten. Das Schweizer Duo mit dem Namen Peter Kernel bietet konzentrierten Post-Punk - sexy und einzigartig -, was sie in Luxemburg schon zweimal unter Beweis stellten. Auch die Auftritte der französischen Gruppe Lysistrata sind ohrenbetäubend. Mit ihrer Mischung aus Math-Rock und Post-Hardcore sowie einzigartigen Bühnenshows sind es genau solche Bands, die das OOTC-Festival so beliebt machen.

Für die Vielfalt des Festivals sorgt Jaye Jayle, das Soloprojekt des amerikanischen Gitarristen und Sängers Evan Patterson, der besser bekannt ist für sein Noise-Projekt Young Widows. Es handelt sich hier um schwarzen Folk mit rauchiger Atmosphäre, der Einflüsse eines gewissen Nick Cave nicht leugnen lässt. Mit ihrem verspielten Indie-Pop bringen die jungen Südkoreaner von Say Sue Me den Sonnenschein in die Kulturfabrik. Für Fans experimenteller Musik werden die Dänen von Town Portal ihren Math-Rock mit starken Metal-Anleihen präsentieren, während sich die Schweden von Dammit I’m Mad in einem verspielteren Kontext entwickeln, der an die besten Momente von Deerhoof erinnert.

Elektronischer Jazz und psychedelischer Rock

Schließlich wäre ein „Out Of The Crowd Festival“ nichts ohne die Anwesenheit nationaler Bands. In diesem Jahr wird der elektronische Jazz von KLEIN alle Liebhaber von Gogo Penguin oder sogar des Portico Quartet begeistern, während die psychedelischen Rocker von The Choppy Bumpy Peaches die schwierige Aufgabe haben, das Festival zu eröffnen.

Wie gewohnt bietet das Festival vegetarisches Essen, Vinylstände und DJ-Sets zum Ausklang des Abends im Ratelach, der Bar der Kufa. Organisiert wird das OOTC vom Schalltot-Kollektiv in Zusammenarbeit mit der Kulturfabrik, dem OGBL und den Rotondes.

Einlass ist ab 15.30. Im Vorverkauf (http://www.kulturfabrik.lu, www.ticket-regional.de) kosten die Tickets 30 Euro (inklusive Vorverkaufsgebühren), an der Abendkasse 35 Euro. Alle Infos unter www.ootcfestival.com oder www.facebook.com/ootcfestival