LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

„Alfa Hôtel sàrl“ und ihr Manager Rolphe Reding melden sich zu Wort

In der Affäre um die Schließung des „Mercure Grand-Hotel Alfa“ am „Place de la Gare“ in der Hauptstadt haben sich gestern die Gesellschaft „Alfa Hôtel sàrl“ und ihr Manager Rolphe Reding in einem per Fax zugestellten Kommuniqué zu Wort gemeldet, um „prendre position et de clarifier les relations tant contractuelles que financières ayant exisité entre parties“.

Renovierungen und Umänderungen in Höhe von 25 Millionen Euro

Festgehalten wird, dass bei der Übernahme des renommierten Hotels durch die Gesellschaft „Alfa Hôtel sàrl“ in den 1990er Jahren, „cette dernière a procédé à des rénovations et transformatioons complètes de l’immeuble pour un montant équivalent à 25 mio €“. Erst 2010, heißt es weiter in dem Schreiben, wurde das Gebäude von den Gesellschaften „Alfa Gestion SA“ und „Alfa Place de la Gare SA“ gekauft, „Trican“ trat erst Anfang 2014 in Erscheinung. Bei der Unterzeichnung des neuen Pachtvertrags mit der Gesellschaft „Alfa Hôtel sàrl“, wie weiter in dem Kommuniqué festgehalten wird, hätten sich die Eigentümer verpflichtet, das Hotel umzubauen und zu renovieren, um es den derzeitigen Ansprüchen der Kundschaft anzupassen - „engagement qui n’a jamais été tenu“, wie es weiter heißt. So habe dann die Gesellschaft „Alfa Hôtel sàrl“ die Arbeiten in Angriff genommen in einem Gebäude, das ihr nicht gehörte. Ein Renovierungsplan des gesamten Hotels - ohne Schließung und ohne Entlassungen - wurde den Gebäudeeigentümern unterbreitet, die, alle Versprechen zum Trotz, „réfutaient toute initiative de Rolphe Reding“, wird in dem Kommuniqué festgehalten.

Mietforderungen immer nachgekommen

Aufgrund fehlender „konkreter Investitionen“ und da die finanziellen Einnahmen gelitten haben, habe „l’administrateur de la société bailleresse (Alfa Gestion SA) a consenti une réduction du loyer mensuel à 50.000 € (HTVA) à partir du mois de mai 2014 - accord qui a cependant été mis en cause par l’actionnaire principal suisse“. Und die Gesellschaft „Alfa Hôtel sàrl“ und Rolphe Reding weisen mit Nachdruck darauf hin, dass die abgemachte Summe von 50.000 Euro plus TVA „a été réglée sans exception jusqu’au mois de mars 2017 inclus“. Demnach könne man nicht behaupten, die Gesellschaft „Alfa Hôtel sàrl“ oder ihr Manager hätten die derzeitige Lage zu verantworten, sondern vielmehr der ausländische Investor, der „sans le moindre investissement estimait pouvoir tirer le maximum de profit de cet établissement historique de renommée, ce sans être concerné par une stratégie à long terme et sans repecter les accords commerciaux trouvés“, heißt es weiter in der Mitteilung. Nur aufgrund von nicht berechtigten, exorbitanten Mietforderungen habe das renommierte Haus „Mercure Alfa Luxembourg Hôtel“ dem „finanziellen Druck nachgeben müssen - mit den bekannten Konsequenzen“, wird in der Pressemitteilung vermerkt.

Erstaunt zeigen sich die Gesellschaft „Alfa Hotel sàrl“ und ihr Manager Rolphe Reding denn auch über das „plötzliche Interesse“ der Gesellschaften „Alfa Gestion SA“ und „Alfa Place de la Gare SA“ für das Personal, die Kunden und die Lieferanten des Hotels, obwohl ihre Einstellung dazu geführt habe „à compromettre toute exploitation sereine“.

Auch wenn die Gesellschaften „Alfa Gestion SA“ und „Alfa Pace de la Gare SA“ nicht mehr mit der Gesellschaft „Alfa Hôtel sàrl“ oder Rolphe Reding zusammen arbeiten wollten, aus welche Gründen auch immer, so hätten sie die Zeit zwischen der Urteilsverkündung und der Vollstreckung - fast ein Jahr - nutzen können, „um eine Übernahme mit Renovierungsplan zu organisieren, um die schädlichen Folgen für alle implizierten Parteien zu verhindern“. Hierfür wäre das Personal der Gesellschaft „Alfa Hôtel sàrl“ dankbar gewesen, heißt es zum Schluss der Mitteilung.