TULTEPEC
AP

Mehr als 30 Menschen sind bei einer Explosion auf einem Markt für Feuerwerkskörper in Mexiko ums Leben gekommen. Die Behörden bezifferten die Opferzahl am Mittwoch mit 31. Die Explosion vom Vortag war seit 2005 bereits die dritte auf dem Markt San Pablito in Tultepec nördlich der Hauptstadt Mexiko-Stadt, dem größten Freiluftverkauf von Pyrotechnik in Mexiko. Zur möglichen Ursache gab es zunächst keine Angaben.

Die Zahl der Opfer könnte noch deutlich höher ausfallen, sagte Staatsanwalt Alejandro Gómez. 47 Personen wurden am Mittwoch noch in Krankenhäusern behandelt, einige von ihnen wegen schwerster Verbrennungen. An der Unglücksstelle wurden zudem einige Leichenteile gefunden, die keinem der Opfer zugeordnet werden konnten. Elf Personen galten noch als vermisst.

Am Mittwoch waren von den Buden nur noch ausgebrannte Gerippe zu sehen. Präsident Enrique Peña Nieto zeigte sich bestürzt und sprach den Familien der Toten über Twitter sein Beileid aus.

Der Gesundheitsminister von Mexiko, César Gómez Monge, sagte, unter den Verletzten seien einige, deren Körper bis zu 90 Prozent verbrannt seien. Auch zehn Kinder würden im Krankenhaus versorgt. Unter den Toten waren ebenfalls mehrere Kinder, unter anderem ein dreimonatiger Junge und ein zwölfjähriges Mädchen.

Eine Betroffene aus Mexiko-Stadt berichtete, sie habe etwa in der Mitte der Budenreihen gestanden, als es gegen 14.30 (Ortszeit) zu Explosionen gekommen sei. „Ich und andere um mich herum sind alle losgerannt.“ Bei ihrer Flucht habe sie Menschen mit Verbrennungen, Schnittwunden und viel Blut gesehen. Überall sei es zu Explosionen gekommen. Der nationale Zivilschutz-Koordinator Luis Felipe Puente sagte im Fernsehen, auch einige Häuser in der unmittelbaren Umgebung seien beschädigt worden.

In den Jahren 2005 und 2006 war es auf demselben Markt zu ähnlichen Bränden und Explosionen gekommen, bei denen Hunderte Buden zerstört wurden. Der Bürgermeister von Tultepec, Armando Portugues Fuentes, sagte, die Explosion sei sehr bedauerlich. Doch leider seien viele Bürger finanziell von dem Markt abhängig. „Es ist Teil von dem, was wir in dieser Stadt machen. Es gibt uns unsere Identität.“