LUXEMBURG
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Verkaufsplattform Letzshop hat sich in der Krise stark entwickelt

Aktuell würden mehr oder weniger 345.000 Artikel auf der Verkaufsplattform Letzshop angeboten, etwa 15 Prozent mehr als noch vor drei Monaten. Das schreibt Mittelstandsminister Lex Delles in seiner Antwort auf eine parlamentarische Frage des Piraten-Abgeordneten Marc Goergen, der sich über die Entwicklung der Plattform erkundigt hatte, die im September 2018 an den Start gegangen war.

„Man stellt auch klar fest, dass Letzshop eine wichtige komplementäre Lösung zum klassischen Einzelhandel darstellt“, schreibt der DP-Minister, „besonders für die Betriebe, die ihre Türen während der Krise schließen mussten.“

Zahl der Portalnutzer steigt um 383 Prozent

Die Zahl der Unternehmen, die sich Letzshop während der Covid-19-Krise angeschlossen haben, sei um 131 auf 426 gestiegen, informiert Delles weiter. Während der gleichen Periode von etwa zwei Monaten sei die durchschnittliche Zahl der monatlichen „User“ auf Letzshop um 383 Prozent auf 195.763 gestiegen. Die Zahl der durchschnittlichen Sitzungen pro Monat auf Letzshop habe um 556 Prozent auf 370.551 zugelegt, die Zahl der angesehenen Seiten sei sogar um 1.121 Prozent auf 2.563.559 pro Monat geklettert. Jeder neue Betrieb bringt am ersten Tag auf der Plattform übrigens 15 bis 200 neue Produkte auf die Plattform. Die Regierung hatte die Teilnahme attraktiver gemacht, indem sie - das ist eine Maßnahme des Unterstützungspaket für die Wirtschaft - den jährlichen Mitgliedsbeitrag von 500 Euro fallen lässt in diesem Jahr. „Durch den völligen Einbruch des traditionellen Einzelhandels konnten sich zahlreiche Betriebe über den Weg des Online-Handels ein kleines Grundeinkommen sichern“, erklärt Delles ferner, „auch wenn man sich andere Umstände gewünscht hätte, so haben über 130 Betriebe, bedingt durch die Krise, den Weg in die Digitalisierung schneller eingeschlagen. Die Covid-19-Krise hat gezeigt, wie wichtig es für einen Betrieb ist, seine Waren über mehrere Wege anzubieten.

Die Plattform Letzshop trägt deshalb einen substanziellen Teil dazu bei, dass der Einzelhandel ein gesundes Mix zwischen klassischem Verkauf und Online-Präsenz finden kann“. Letzshop war auch - quasi über Nacht - mit einer Hotline versehen worden, bei der Kunden aus Risikogruppen schnell Waren bestellen konnten. Die meisten Unternehmen, die auf Letzshop anbieten, sitzen übrigens in der Hauptstadt (101), in Bartringen (22), Esch/Alzette (22) und Ettelbrück (16).