CLAUDE KARGER

Da ist JCJ gerade erst zum EVP-Spitzenmann für das EU-Kommissionspräsidentenamt gekürt worden, tourt und twittert gemeinsam mit Sprecher Ady Rischard - und bald mit Viviane Redings Kabinettschef Martin Selmayr - durch Europaland was das Zeug hält und dann fahren ihm die CDU-Granden schon böse an den Karren. Der Ex-Eurogruppenboss, der sich mit seiner alten Idee von Euro-Bonds sofort eine Watsch‘n bei den deutschen Konservativen holte, spiele keine Rolle im deutschen Europawahlkampf, weiß der „Spiegel“ und berichtet: „Immerhin spreche Juncker Deutsch, so könne man ihn in die beiden deutschen Fernsehduells gegen Schulz ins Rennen schicken, heißt es in der CDU-Zentrale“. Das Rennen zwischen den beiden Kontrahenten gleiche ohnehin dem aus der Fabel von Hase und Igel: „Wo immer Juncker hinkommt, Schulz war schon da. Die Schuld dafür weisen sich europäische und deutsche Konservative gegenseitig zu“. „Mutti“ habe halt zu lange gezögert, einen Spitzenkandidaten zu ernennen, meinen die EVPler. „Die bei der EVP können keinen Nagel in die Wand schlagen“, beschwert sich ein CDU-Mann. Statt zu lästern sollte er Juncker mal einen Doppelgänger auftreiben. Dann läuft der ein fabelhaftes Rennen gegen Genosse Meister Lampe. Wetten dass?