LUXEMBURG-NEUDORF
NICO PLEIMLING

Großprojekt auf dem ehemaligen Brauereigelände ist in den Startlöchern

Seit mehreren Jahren prägt die Ruine der früheren Henri Funck-Brauerei das Bild in der Rue de Neudorf. Es ist wahrlich keine schöne Ansicht für die Anwohner, Passanten oder Autofahrer, die täglich die Straße rauf oder runter müssen. Dies wird sich aber sehr bald ändern: Ende des Jahres, sobald die Genehmigungen vorliegen, werden der Bauträger HF Immobilier und das Architektenbüro Steinmetzdemeyer mit den Arbeiten am Projekt „Brasserie de Neudorf“ beginnen.

Wohnungen, Läden und Büros

Insgesamt ist eine Bruttobebauungsfläche von 11.400 qm eingeplant mit 87 Wohnungen - darunter Studios, Apartments mit einem bis vier Zimmern und Lofts - 1.200 qm sind für Nachbarschaftsläden und 380 qm sind für kleine Büros vorgesehen. Bis Mitte 2015 soll das Projekt abgeschlossen sein.

„Keng fräi Nuecht!“

Der Bebauungsplan sieht weiter einen größeren Platz vor, der als gemeinschaftlicher Treffpunkt für die Anwohner dienen soll. Außerdem sollen Kneipen oder Restaurants die Möglichkeit haben, dort eine Terrasse für ihre Kunden einzurichten. „Die Betreiber der Gaststätten werden aber keine Genehmigung bekommen, um nachts bis nach 01.00 zu öffnen. Wir befinden uns hier in einem Wohnviertel!“, unterstrich Bürgermeister Xavier Bettel im Rahmen einer Informationsversammlung am Montagabend.

Neue Parkplätze

Die Anwohner begrüßten das Schaffen eines zentralen Platzes in ihrem Stadtviertel. Weiter sollen mehrere Parkgelegenheiten unter den Gebäuden entstehen, die angemietet oder gekauft werden können.

„Für die Geschäfte sind 19 Parkplätze vorgesehen, an der Straße werden natürlich auch mehrere Parkgelegenheiten geschaffen. Eventuell werden wir ein paar Plätze einrichten, die - nach dem Modell im Bahnhofsviertel und in der Oberstadt - eine halbe Stunde lang gratis genutzt werden können.“, erklärte Xavier Bettel, der gleichzeitig begrüßte, dass der Bauträger und das Architektenbüro sich dazu bereit erklärten, beim Informationsabend mit dabei zu sein, ohne dass sie dazu verpflichtet seien.

Bezüglich der Parkgelegenheiten und -Problematik gab es anschließend einen regen Austausch zwischen Gemeindevertretern und den anwesenden Anwohnern.