LUXEMBURGIZ

Verkostung bei Maurice Humbert und Faël Beldjoudi von „Celliers des Grands Crus“

Sie sind die neue Generation im Weinvertrieb „Celliers des Grands Crus“: Maurice Humbert und Faël Beldjoudi. Fest etabliert in der Luxemburger Weinszene - und darüber hinaus - präsentiert sich das Duo als die präsente Zukunft im Weingeschäft. Vergangene Woche hatten die beiden wieder zur mittlerweile traditionellen Verkostung nach Hamm zu „Namur“ eingeladen.

Ein gestecktes Ziel der beiden ist, dass auch die Jugend oder die jüngere Generation im Alter von 20 bis 30 den Zugang zum Wein findet. Vor allem Weine für die sogenannte Generation Y mit weniger Tannin und Säure seien hier interessant, eben „runde und ausgeglichene Weine. Da gibt es sehr viele interessante postmoderne Winzer, die tolle Produkte anbieten“, sagt Maurice, wobei er betont: „Uns sind natürlich auch die langjährigen Kunden sehr wichtig.“

Fast 200 Weine und mehr

Bei der Verkostung hatten die beiden daher auch wieder eine tolle Bandbreite an Weinen auf den Tischen. Annähernd 200 aus Frankreich, Österreich, Deutschland, Italien, Spanien, Südafrika, Argentinien oder auch Chile und Uruguay standen bereit, von den Weinfreunden auf Rebe und Geschmack getestet zu werden - darunter natürlich auch ein paar Champagner, Cognac-Sorten oder auch Grappa- und Gin-Flaschen.

Sehr präsent bei der Verkostung: Bernard Magrez. Er besitzt einer der ältesten und bekanntesten Grand Crus von Bordeaux. Château Pape-Clément. Des Weiteren hat er insgesamt 34 Weingüter, vor allem in Frankreich (Bordeaux, Languedoc), aber auch in Portugal (Douro), Marokko, Kalifornien (Napa Valley), Chile (Maipo Alto), Argentinien (Mendoza ), Uruguay und Spanien - und tolle Weine im Angebot wie „Passion d’une Vie“ (2015, 19,30 Euro) oder „Si mon Père Savait Premiere Cuvée“ (2018, 15,95 Euro). Sie schmecken sehr dicht und kraftvoll, der Geschmack überzeugt mit seinem langen Abgang. Weinkenner bezeichnen die Weine als absolut erstklassig, ja behaupten sogar, dass die Weine aus dem „Château Pape Clément“ in derselben Liga wie die „Premier Cru“-Weine spielen, und dieser Einschätzung kann man sich nach etwas Pröbeln absolut anschließen. Die Magrez-Produkte werden gar als berauschend beschrieben, wobei sich dies nicht auf den Alkoholgehalt, sondern einfach auf den einzigartigen Geschmack bezieht.

Toll ausgebaut

Figure#1 ist die allererste Kreation der Serie „Les Expérimentales“. Diese ungewöhnlichen Jahrgänge, die als „Figure“ bezeichnet werden und in der Reihenfolge ihrer Veröffentlichung nummeriert sind, sind inspiriert vom kreativen Tun des Winzers und dem Ergebnis önologischer Experimente, die an das Gebiet von La Londe und die Eigenheiten jedes Jahrgangs angepasst sind - innovative, moderne und elegante Jahrgänge, inspiriert von der Provence. Figure#1 (Magnum, 58,50 Euro) spiegelt absolut die prächtige Reife der Mourvèdres wieder. Der Wein, der aus einer Auswahl von Parzellen aus dem Weingut stammt, wird 18 Monate lang in Fässern von 300 Litern gelagert, wobei die Eiche aus den Wäldern von Bertranges, Tronçais und Allier stammt.

Ein weiterer schöner Tropfen: „Les Crestes, Mas Doix, 2017“ (19,90 Euro). Ein kraftgeladener Wein aus den Kellern von Mas Doix, der schon mit dem „Salanques“ und vor allem mit dem „Costers de Vinyes Velles“ seit Jahren für Furore sorgt. Der Les Crestes ist der Einstiegswein in die Linie der Bodega, die Trauben stammen aus den jüngeren Rebgärten des Weingutes, die aber immerhin auch schon ein Alter von 20 Jahren erreicht haben. Typisch ist der signifikant hohe Garnacha-Anteil, der dem Wein seinen Stempel aufdrückt und von ein wenig Cariñena und Syrah ergänzt wird. Farbe: absolutes Granatrot, was im Glas Lebendigkeit und Kraft ankündigt. Das Bouquet verbreitet einen Duft von Cassis und Pflaumen mit einem Hauch an mediterranen Kräutern. Schöner Trinkgenuss mit großer Finesse.


Celliers des Grands Crus, Route du Vin 5, in Mertert,

Tel: 00352-74 84 81, Email info@cgc.lu;

Internet: www.cgc.lu; auch auf Facebook

unter „Celliers-des-Grands-Crus-sarl“