LUXEMBURGPATRICK VERSALL

Pit Vinandy hat vor 15 Jahren das „Bimbo Theater“ wiederbelebt

Was fasziniert einen Künstler am Puppentheater? „Man kann fast alles selber machen“, erwidert Pit Vinandy, der gemeinsam mit Angie Schneider aber Anfang März wieder mit dem Bimbo Theater auftritt. Die „Bimbo“-Marionette und alle anderen Figuren des „Bimbo Theater“ genießen in Luxemburg Kultstatus; über Jahre hinweg war das von der Familie Geiben betriebene Theater die einzige Kunstform, die sich an ein junges Publikum richtete.

Die kleine Bühne wurde vor 15 Jahren von Vinandy auf Bitte des Geschichtsmuseums der Stadt Luxemburg wiederbelebt. Der Musiker war der erste Ansprechpartner für das Museum, da er bereits ab Mitte der 1990er erste Puppentheatererfahrungen mit „Hoplabum“ gesammelt hatte. Viele der Originalmarionetten sind im Besitz des hauptstädtischen Museums, Vinandy und seine Theaterpartnerin arbeiten heute mit Kopien aus Fiberglas. Diese seien deutlich leichter als die Originalfiguren aus Holz, betont Vinandy. Er und Schneider benutzen noch die eine oder andere Originalpuppe aus Holz. Die neuen Figuren hat Vinandy alle selbst angefertigt; würde man alle Arbeitsstunden zusammen zählen, die man für den Bau einer Figur brauche, käme man für einzelne Puppen auf drei oder vier Tage, erklärt der Puppenbauer und Musiker.

Figuren aus Fiberglas

Als Vinandy und Schneider dem „Bimbo Theater“ zu einer Wiedergeburt verholfen hatten, war das Publikum - nicht nur die jungen Zuschauer - hellauf begeistert. „Das „Bimbo Theater“ ist ja ein Stück luxemburgische Kultur, ich kann verstehen, dass die Leute froh waren, als Bimbo wieder zurück war“, betont Vinandy. Die Begeisterung für dieses klassische Puppentheater ist nicht abgeflaut, die Puppen müssen sich aber heute gegen Konkurrenten wie unter anderem das Kino durchsetzen.

Die Texte des „Bimbo Theater“ stammen von Vinandy und Schneider und bauen auf die alten „Bimbo“-Erzählungen auf.

Die Musik spielt nach wie vor eine wichtige Rolle bei den „Bimbo“-Aufführungen; Vinandy hat ein paar neue Titel komponiert, es werden nach wie vor viele Klassik-Titel benutzt. Für die erwachsenen Zuschauer arbeitet Pit Vinandy an seinem neuen transmedialen Puppen-Projekt „1867“, konkret wird es im November dieses Jahres.


Vorstellungen im Casino Bonneweg am 7., 8., 10., 12., 14. und 15. März um 15.00. Tickets auf www.luxembourgticket.lu