PARIS
SVEN WOHL

In Paris wurden mehrere verdächtige Personen festgenommen

Der französischen „Police aux frontières“ wie auch der „Police nationale“ ist ein Schlag gegen ein Netzwerk von Dokumentfälschern gelungen. Dies teilte Europol in einer gestern erschienen Pressemitteilung mit. Bei ihren Untersuchungen wurden sie von Europol unterstützt.

Mehrere Hausdurchsuchungen

Am 16. und 17. Juni haben Beamte der „Police aux frontières“ vier Hausdurchsuchungen in Wohnhäusern durchgeführt. Dabei haben sie drei Personen wegen des Verdachts auf Dokumentfälschung festgenommen. Bei den Hausdurchsuchungen wurde technisches Gerät beschlagnahmt. Darunter fanden sich Drucker, Laminat-Maschinen, 1.150 leere Plastikhüllen für Ausweise und Führerscheine, holographische Bänder, sowie 16 gefälschte Ausweise für Belgien, Spanien und Italien, Ausweis-Fotos von Kunden und Ausgangsdokumente.

Die Bande war seit 2019 aktiv und setzte sich aus Algeriern zusammen. Sie hatte ihre Hauptquartiere in Paris und in Marseille. Zwei Druckereien und zwei Personen, welche der Dokumentfälschung verdächtigt werden, wurden in Paris identifiziert, während mehrere Mittelmänner in Marseille ins Visier der Ermittler genommen wurden. Der Organisator der illegalen Aktivitäten hat die Mittelmänner und Fälscher miteinander in Verbindung gebracht, um gefälschte belgische, französische, italienische und spanische Führerscheine und Ausweise herzustellen. Das Netzwerk war in ganz Europa aktiv und war zu Beginn auch im Sammeln und Verbreiten von gestohlenen und verlorenen Dokumenten aktiv. Diese werden beim Schmuggeln von Migranten genutzt, um deren illegale Aktivität zu erleichtern. Einige dieser Dokumente wurden 2019 nach Griechenland geschickt.

Beschlagnahmte Dokumentewurden registriert

Europol hat die Operation unterstützt, indem sie den Kommunikationsaustausch erleichtert hat und zudem Analysen durchgeführt hat. In den zwei Tagen hat Europol einen Experten nach Frankreich entsendet, um dort sein Wissen einzubringen und in Echtzeit Informationen mit Europols Datenbanken abzugleichen. Gleichzeitig gab er den Ermittlern Hinweise, welche diesen halfen.

Die beschlagnahmten Dokumente wurden in der „ProfiD“-Datenbank
registriert. Dies soll helfen, die Dokumente innerhalb der betroffenen Länder abzugleichen.