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Wie die Universität Luxemburg vielen Studenten Mobilität garantiert

Viele Menschen denken gerne zurück an ihr Studium und verbinden es mit guten Erinnerungen. Mit dem Satz „Es war die schönste Zeit meines Lebens“ fassen viele ihre Studienzeit zusammen. Denn Student zu sein, bedeutet nicht nur viel für seine Kurse vorzubereiten und an seine Zukunft zu denken, aber auch Freundschaften zu knüpfen, eine andere Kultur kennen zu lernen, nach Mitternacht zu feiern und andere wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Die meisten Luxemburger gehen für ihr Studium ins Ausland. Die Universität Luxemburg lockt nicht nur Einheimische, sondern auch junge Menschen aus anderen Ländern an. Wer jedoch glaubt, dass man als Student an der Uni Luxemburg keinen Auslandsaufenthalt machen kann, liegt falsch. Denn, was die Mobilität angeht, verspricht die Universität so einiges.

Stéphanie Schott, Spezialistin für Internationale Beziehungen an der Universität Luxemburg, verrät uns mehr über das Angebot dieser Uni.

Wie viele Studenten gehen jedes Jahr ins Ausland?

Stephanie Schott Pro akademisches Jahr gehen 600 bis 650 Studenten im Rahmen von allen Programmen, die wir anbieten ins Ausland.

Welche Mobilitäts-Programme bietet die Universität Luxemburg an?

Schott Es gibt „Erasmus +“, „Global Exchange“ und „Free Move“‘.

Welche Bedingungen muss man je nach Programm erfüllen?

Schott Die Mobilitäts-Programme sind für die Bachelor-Studenten obligatorisch. Die akademischen Leistungen werden für alle Austauschprogramme in Betracht gezogen, wenn die Plätze an die Kandidaten zu vergeben sind. Die Studenten, die am Erasmusprogramm teilnehmen wollen, besuchen eine Universität im Ausland für ein Semester, mit dem die Uni Luxemburg ein Erasmus-Abkommen hat. Bachelor-Studenten, die zum Beispiel Germanistik studieren, haben die Möglichkeit für ihren Erasmus-Aufenthalt ab ihrem zweiten Jahr die Universität Wien zu besuchen. Diese Universität hat ein Abkommen mit unserer Universität. Seit 2014 wurde aus „Erasmus“ „Erasmus +“, das Programm ist nun viel größer und umrahmt nicht nur Studienmöglichkeiten, sondern auch Programme für Jugend, Sport auf europäischer und internationaler Basis.

Beim „Global Exchange“ handelt es sich um ausländische Universitäten außerhalb von „Erasmus +“, die ein Abkommen mit der Universität Luxemburg haben. Studenten können durch dieses Programm in Kanada, in den Vereinigten Staaten oder sogar in China studieren.

Beim „Free Mover“ hingegen wählt der Student eine Universität aus, die weder ein „Erasmus +“ noch ein „Global Exchange“-Abkommen mit der Universität Luxemburg hat. Bei diesem Programm ist der Student eher auf sich selbst gestellt, da er alles selbst organisieren muss.

Wo bekommen die Studenten Hilfe, um ihren Auslandsaufenthalt zu organisieren?

Schott Die Studenten wenden sich an das SEVE-Büro, die Studierenden-Dienststelle, die sich darum kümmert, die Kandidaten an die Uni ihrer Wahl heraus zu schicken.

Wie finanzieren sich die Studenten diese Austauschprogramme?

Schott Die Studenten, die sich für den „Erasmus +“ entscheiden, bekommen ein Erasmus-Stipendium.

Beim „Global Exchange“ sind die Studenten von ihren Studiengebühren an die Gasthochschule dispensiert. „Free Mover“ müssen hingegen alles selbst finanzieren.

Welches Programm wählen die meisten Studenten?

Schott Die Mehrheit der Studenten wählen „Erasmus +“ für ihren Auslandsaufenthalt und wählen meistens eine Universität in den Nachbarländern. Jedes Jahr können die neun besten Studenten der Uni Luxemburg auch an einem Austauschprogramm teilnehmen. Was erwarten diese Studenten? Es werden jeweils drei Studenten von jeder Fakultät ausgewählt. Ihre Resultate stehen im Vordergrund und jede Fakultät nominiert dann die drei Studenten mit den besten Resultaten. Die neun ausgewählten „Top Students“ nehmen dann Ende Juli für drei Wochen an der „Summer School“ in „Asian Studies“ der Sophia University in Tokyo, teil. Ein anderer Vorteil ist, dass die Uni Luxemburg alle Kosten für diese „Summer School“ übernimmt.


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