LUXEMBURG
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Bausch bestätigt, dass das belgische E411-Projekt eventuell in Richtung Luxemburg verlängert wird

Auf der Autobahn E411 sind im Mai 2019 die ersten zwei Fahrgemeinschaftsspuren Belgiens eröffnet worden, um Staus zu entschärfen: Eine von Arlon bis zur Grenze Luxemburgs, die zweite von Wavre in Richtung Brüssel. Diese Fahrspuren sind Autos mit mindestens drei Insassen vorbehalten. Ein Thema, was auch den CSV-Abgeordneten Marc Spautz in einer parlamentarischen Anfrage beschäftigt. So möchte Spautz gerne wissen, ob das Ministerium von François Bausch (déi gréng) eine Datenerhebung zur Erstellung einer Bilanz des E411-Projektes hat. Die „Administration des ponts et chaussées“, so Bausch in seiner Antwort, stehe in regelmäßigem Kontakt mit den belgischen Behörden, habe aber derzeit keine Informationen über eine mögliche vorläufige Bilanz, die von den belgischen Behörden nach der Inbetriebnahme der Fahrgemeinschaftsspur erstellt wurde.

Doch ist das Projekt Fahrgemeinschaftsspur auch eine Idee für das Großherzogtum? „Die Fortsetzung der belgischen Fahrgemeinschaftsspur auf der E411 wird derzeit untersucht“, so Bausch weiter. Dies sei auf der A6 bis zum Mamer-Kreuz in Richtung Luxemburg geplant. „Ein vergleichbares Projekt, das die Umwandlung des Standstreifens in eine Fahrspur für Fahrgemeinschaften und Busse auf der Autobahn A4 zwischen Foetz und Leudelingen vorsieht, wird ebenfalls untersucht“, schreibt Bausch. Im Gesamtrahmen der Autobahnprojekte würden so Spurverteilungskonzepte für Fahrgemeinschaften und den öffentlichen Verkehr untersucht werden, „um die Nutzung des Straßenraums für die kollektive Mobilität zu optimieren“, so Bausch abschließend.