LUXEMBURG
PIERRE WELTER, FREIER JOURNALIST

Frau auf Zebrastreifen überfahren - Geldstrafe und Fahrverbot verhängt

Ein 79 Jahre alter Mann überfuhr am 22. November 2016 vor der Kontrollstation in Sandweiler mit seinem Wagen eine 72-jährige Frau und verletzte sie dabei tödlich. Das Opfer verstarb drei Tage nach dem Unfall.

Am gestrigen Freitag fiel vor dem Bezirksgericht Luxemburg das Urteil über ihn. Roger F. wurde wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe von 1.500 Euro und zu 3.345 Euro Gerichtskosten verurteilt. In der Nebenklage muss er der Opferfamilie einen Schadenersatz von 4.128 Euro zahlen. Außerdem wurde er zu zwei Jahren Fahrverbot verurteilt - allerdings auf Bewährung. Die Staatsanwaltschaft hatte drei Monate Haft und ein Fahrverbot von 30 Monaten gefordert.

Opfer hatte keine Chance

Roger F. war am 22. November 2016 gegen 17.00 Uhr mit seinem Wagen auf der Straße von Sandweiler stadtauswärts unterwegs, als er am Fußgängerüberweg vor der Kontrollstation eine 72-jährige Passantin übersah. Die Frau wollte auf dem Zebrastreifen die Straße überqueren, als sie von dem Wagen voll erfasst wurde. Die Dame hatte keine Chance. Eine Zeugin bestätigte, dass die Verkehrslage unklar gewesen wäre und dass der Fahrer zu schnell unterwegs war.

Aus der Sicht des Anklagevertreters hätte der Unfall vermieden werden können, der Fahrer hätte „anders reagieren und schon früher bremsen müssen.“ Peinlich war, dass der Angeklagte nie Kontakt zur Familie des Opfers aufgenommen hatte.