CLAUDE KARGER

In der Rubrik „Hätte, hätte, Fahrradkette“ grübelte das „Wort“ am Samstag darüber, was denn gewesen wäre, wenn eine Begrenzung der Dauer der Ministermandate - eine der Referendumsfragen - schon vor 30 Jahren eingeführt worden wäre. Schock: „Juncker wäre nie Premier geworden - oder bloß drei Jahre lang“ - statt 18. Und Teflon-Politiker Fernand Boden wäre nie der dienstälteste Minister der westlichen Hemisphäre geworden. Hm. Was will man uns eigentlich damit sagen? Die letzten zehn Zeilen geben Aufschluss: „Ob sich die Frage der überschrittenen Mandatsdauer für die heutigen Kabinettsmitglieder (mit Ausnahme der Veteranen Asselborn und Schmit) jemals stellt, muss sich zeigen. Voraussetzung wäre, dass sie die Wahlen 2018 erfolgreich bestehen. Daran scheinen heute einige ernsthafte Zweifel zu haben“. Da scheinen einige schon zu wahlkämpfen. Die CSV wird das Referendum jedenfalls voll dazu nutzen, wie ihr Spitzenkandidat in spe im „Wort“-“Profil“ andeutet. Die Bettel-Truppe versuche „die CSV, die man für eine 2/3-Verfassungsmehrheit braucht, zu umgehen“ und hätte sich definitiv „andere Fragen ausdenken können“. Merke: Wiselers Partei hat keine einzige vorgeschlagen. Würde das Volk also am liebsten zu gar nichts fragen? Am 7. Juni passiert’s aber nun. Und das ist auch gut so.