LUXEMBURG
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Luftfahrtverwaltung ANA weiht 3D-Simulator ein

Busse, Feuerwehr, Tanklaster, Traktoren: Auf einem Flugplatz sind viele unterschiedliche Fahrzeuge unterwegs. Um unterschiedlichste Akteure auf die Fortbewegung zwischen Startbahn und Taxiway vorzubereiten, verfügt die „Administration de la navigation aérienne“ (ANA) über einen 3D-Simulator, der gestern in Anwesenheit des Direktors der Verwaltung, Claudio Clori, offiziell eingeweiht wurde.

Mit diesem „Aerodrome-Simulator“ erweitert die ANA ihr Dienstleistungsspektrum, erhöht aber auch ihre Trainingskapazität für die wachsende Anzahl der Fahrer, die „Airside“, also auf dem Flugplatz unterwegs sind. Die müssen nämlich einen Führerschein machen, um im Manövrierbereich fahren zu dürfen. Alle drei bis fünf Jahre müssen zudem Auffrischungskurse belegt werden. Mit diesem Simulator sei die ANA jetzt in der Lage, eine „hochmoderne und praktische Fahrschul-Ausbildung“ für den „Airside“-Betrieb anzubieten.

Auf dem Simulator wurden bereits Mitarbeiter unterschiedlicher Akteure ausgebildet: Brücken- und Straßenbauverwaltung, die Luftfrachtgesellschaft Cargolux, CGDIS, die zivile Luftaufsichtsbehörde, „Luxembourg Air Rescue“, Luxair Cargo, Luxair-Maintenance, der
luxairport selbst oder auch die ANA-Abteilungen . 362 Menschen wurden laut Angaben der ANA bislang insgesamt für das Fahren auf dem Flugplatz ausgebildet, davon bislang nur ein kleiner Teil auf dem Simulator. Bis Ende des Jahres rechnet die Verwaltung damit, dass inklusive Auffrischungskursen etwa 430 Berufstätige für das Fahren auf dem Flugplatz ausgebildet sind.

Luxemburger Flugplatz repliziert

Der Simulator selbst erlaubt es, sich virtuell hinter das Steuer von 16 verschiedenen Fahrzeugtypen zu setzen, aber auch, sich auf den täglichen Einsatz am Luxemburger Flughafen konkret vorzubereiten. Denn der Simulator repliziert den Flugplatz Findel und bereitet die Fahrschüler zudem auf Standard- wie auch Notsituationen vor.

Mit der Anschaffung setzt sich die ANA konform zu den geltenden Flugplatzbestimmungen, erlaubt aber vor allem auch eine qualitativ hochwertige Ausbildung, um die Sicherheit von allen Operationen auf dem Flugplatz sicherzustellen. Die Trainingszeit auf dem Flugfeld wird ebenfalls reduziert. So ein Simulator hat dann aber auch seinen Preis: rund 105.000 Euro ohne Mehrwertsteuer.