FENTIGEN/LUXEMBURG
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Beamte erkundigen sich nie nach Schmuck - Dienstausweis genau in Augenschein nehmen

Mittwochmorgen gegen 9.00 klingelte ein Mann bei einem älteren Bewohner in der Rue Victor Feyder in Fentigen. An der Haustür gab der Mann an, dass er ein Polizist der „Police National de la France“ sei. Er konnte angeblich einen Ausweis vorzeigen, wobei jedoch der Verdacht bestand, dass es sich hierbei um eine Fälschung handelte.

Der ältere Bewohner wurde gefragt, wo sich seine Wertsachen im Haus befinden würden. „Eine Frage die kein Polizist an einer Haustür stellen würde“, wie die luxemburgische Polizei in ihrer Warnung präzisiert. Als der angebliche Polizist sich im Haus umsehen wollte, schöpfte der Bewohner Verdacht und schickte den Mann fort.

Hier die Beschreibung des angeblichen Polizisten: Mann von weißer Hautfarbe, ungefähr 30 Jahre alt, geschätzte Größe von 1,70 Meter, trug eine schwarze Lederjacke und hat dunkles, kurzes Haar.

Gegen 10.10 wurde in Rümelingen ebenfalls ein falscher Polizist gemeldet. Hier gab der Mann an, dass er Ermittlungen im Rahmen von Einbrüchen durchführen würde. Auch hier wurde angeblich ein französischer Ausweis vorgezeigt. Die Aufforderung, den Ausweis genauer betrachten zu können, wurde jedoch verweigert. Auch diese Vorgehensweise ist nicht üblich, zumal keine französische Polizei auf luxemburgischem Gebiet Einbruchsermittlungen in dieser Form durchführt, wie es in der offiziellen Warnung heißt.

Die Beschreibung des mutmaßlichen Polizisten: Französisch sprechender Mann, ungefähr 30 Jahre alt, kurzes braunes Haar, er trug eine graue Weste, blaue Hose und hatte ein Kinnbart.

Gegen 11.00 kam es in Tetingen in der Rue principale zu einem ähnlichen Vorfall. Auch hier gab sich ein Mann als Polizist aus und erkundigte sich nach dem Schmuck, den die ältere Dame besitzen würde. Beschreibung des Täters: Mann zwischen 30 und 40 Jahren, sprach Französisch, von mitteleuropäischer Herkunft, ungefähre 1,70 Meter groß, von korpulenter Statur und er trug eine braune Jacke.

Auffällig ist, dass hauptsächlich ältere Personen aufgesucht werden, um dubiose Informationen zu erhalten. „Dies ist keinesfalls die Vorgehensweise der luxemburgischen Polizei“, schreibt die Polizei. Ob es sich in den drei Fällen um die gleiche Person handelt, muss überprüft werden. Anzuraten ist auf jeden Fall, die Notrufzentrale sofort in Kenntnis über eine solche Aktion zu setzen, der betreffenden Person keinen Einlass zu gewähren. Man sollte darauf bestehen, den Ausweis zu sehen und ihn sich auch aushändigen zu lassen.

Eine genaue Beschreibung ist in solchen Fällen wichtig, um eine nationale oder regionale Fahndung einleiten zu können, wie die Polizei abschließt.