LUXEMBURG
CHRISTIAN BLOCK

„Mouvement Ecologique“ lehnt Autobahn-Ausbaupläne ab

Der „Mouvement Ecologique“ ist weiterhin grundsätzlich gegen den Ausbau der A3 und Teile der A6. Das teilt der „Mouvéco“ einen Tag nach der Debatte über die Finanzierung der großen Infrastrukturprojekte mit. Bei dieser Gelegenheit wurde eine vom CSV-Abgeordneten Aly Kaes vorgebrachte Motion bei Enthaltung der beiden Abgeordneten von „déi Lénk“ angenommen, die die Regierung dazu aufruft, den Ausbau der Düdelinger Autobahn auf zwei Mal drei Spuren möglichst schnell zu verwirklichen. „Déi Gréng“ betonte gestern, dass der Komplettausbau von der französischen zur belgischen Grenze vom Tisch sei, und der Ausbau nur an der kritischsten Stelle vorgenommen werde. Außerdem sei der Ausbau als Teil einer Gesamtstrategie zu verstehen, die prioritär auf den Ausbau des öffentlichen Transports setzt.

Falsches Signal

Für den „Mouvement“ ist der Ausbau „verkehrspolitisch das absolut falsche Signal“ und „keine reelle Lösung“. Neue Straßen ziehen neuen Verkehr an, so die Argumentation der Bewegung. Spätestens am Rande der Hauptstadt komme der Verkehr zum Erliegen. Damit erreiche man keine Verbesserung der Mobilität. Zwar sei an Teilabschnitten eine Verbesserung im Sinne einer erhöhten Sicherheit erforderlich. Der „Mouvéco“ befürchtet aber, dass bei den Übergängen von drei auf zwei Spuren wieder neue Gefahrenzonen entstehen, was den weiteren Ausbau - dann der gesamten A6 - rechtfertige. Kritik gibt es allerdings auch an der Regierungspolitik. Bei ihrem Antritt sei das Projekt aus Eis gelegt worden und auch nicht im Koalitionsabkommen stand. Außerdem sei die Regierung mit dem Anspruch angetreten, aus dem Tanktourismus auszusteigen. Statt 159 Millionen Euro in dieses, sollte die Regierung dieses Geld zielführend in eine Verbesserung der öffentlichen Transportmittel verwenden.