LUXEMBURG
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Europol: Fälschern von Medikamenten und medizinischem Material auf der Spur

Für das organisierte Verbrechen scheint die Coronavirus-Krise ein Glücksfall zu sein: es flutet nämlich das Web mit falschen Medikamenten, falschen Covid-19-Tests und falschem medizinischen Material, oder aber mit Gesundheitsprodukten, die nicht den gebotenen Standards entsprechen. „Fast Cash“ sei das Ziel der Kriminellen, die mit der Verknappung von Ressourcen und den Ängsten der Bürger spielen, wie die europäische Polizeibehörde Europol in einem neuen Bericht festhält.

Die Autoritäten sind sehr wachsam, um solchen Machenschaften auf die Schliche zu kommen und es ist bereits gelungen, verschiedene Fälschergruppen auszuheben. Der Europol-Analyse zufolge sitzen die Firmen, die pharmazeutische Produkte fälschen, vor allem in Bulgarien, Deutschland, den Niederlanden und Polen sowie außerhalb der EU in China, Indien und den Vereinigten Staaten.

Laut Europol finden sich zwar manche Fälschungen im Darkweb, aber die meisten im sogenannten „Surface Web“, also im allgemein zugänglichen Internet. Außerdem habe die Krise auch zu einem verstärkten Angebot an gefälschten Lebensmittelprodukten geführt. Auch hier zielen die Kriminellen wieder auf die Angst der Verbraucher vor Knappheit ab. Europol hat sein Monitoring von Online-Handelsplattformen mittlerweile weiter verstärkt und unterstützt die nationalen Behörden im Kampf gegen die Fälscher-Kriminalität.