PASCAL STEINWACHS

Wir wissen nicht, von wem der beigeordnete Chefredakteur der Erzbistumszeitung in den letzten Tagen Keile bekommen hat, aber dem rezentesten Leitartikeldings des betroffenen Journalisten nach zu urteilen, muss die Haue ziemlich heftig gewesen sein, sieht der „Wort“-Journalist doch inzwischen überall Keile, die die Bösewichte von Blau-Rot-Grün anscheinend „vorsätzlich in die Gesellschaft getrieben“ hätten, dies nach dem Motto „Stifte Unfrieden unter denen, die du beherrschen willst!“. Höchste Eisenbahn also, so der Tenor der Erzbistumszeitung, die Bettel/Schneider-Regierung in die ewigen Jagdgründe zu schicken, und die Geschicke des Landes endlich wieder einem CSV-Kapitän zu überlassen.

Der frühere „Wort“-Chefredakteur, der in Zwischenzeit ja neuer CEO des „Tageblatt“ ist, ärgert sich seinerseits , dass Bettel & Co. den „CSV-Spitzenkandidaten bislang so ungeschoren davonkommen“ ließen, könne dieser doch jetzt „im September fast jungfräulich in den Wahlkampf einsteigen“. Überhaupt spiele derzeit niemand „stärker auf Zeit als die CSV“, die über die letzten Jahre gelernt habe, dass „je weniger Präsenz sie zeigt, je unkonkreter sie bleibt, desto besser sind scheinbar ihre Umfragewerte“. Das hat die CSV gefickt eingeschädelt...