CLAUDE KARGER

Das „Land“ wundert sich, weshalb die CSV, deren Fraktionsvorsteher bekanntlich ein Ex-Landesplanungsminister ist, angesichts der Bereitschaft der Regierung, die Prozedur für die offensichtlich nicht juristisch wasserdichten „Plans sectoriels“ notfalls wieder bei Null zu starten, ihr nicht längst schon Konzeptlosigkeit um die Ohren haut. Und natürlich hat das Blatt auch eine Antwort: „Der politische Verlierer wegen der momentan unentschiedenen Lage um die ‚Plans sectoriels’ ist nicht die Regierung, sondern die CSV. Jedenfalls derzeit“. Kramt man nämlich in der Historie des Ländchen-Designs, stellt man fest, dass ein LSAP-Minister 1999 dafür auch regionale Impulse wollte und selbst dessen Nachfolger Michel Wolter in diese Richtung polterte. Doch: „Auf den eigensinnigen Wolter, der schnell grob werden kann, war ‚e feine Kärel’ gefolgt, der von allem überfordert war. Und der sich von Romain Diederich, ab Sommer 2004 Erster Regierungsrat und Graue Eminenz der Landesplanung, erzählen ließ, um regional zu planen, seien viele Gemeinden entweder zu klein oder die kommunalen Verantwortlichen zu dumm.“ Und Wiseler soll laut „Land“ kein begeisterter Landesplaner gewesen sein. Fakt ist, dass das Ding nun fundamental anders angepackt werden muss. Und die CSV wieder einmal gut beraten wäre, sich dabei fein zurück zuhalten.