CLAUDE KARGER

Alles super am Montag, sogar der Mond anscheinend, dessen „Superness“ wir allerdings wegen der hiesigen Niesel-Nebel-Suppe nur erahnen konnten. Wir waren nicht die einzigen: frustrierte Zeitgenossen rund um die Welt klebten sogar eine Tortilla an eine Fensterscheibe, um das himmlische Spektakel wenigstens zu simulieren. Wer‘s verpasst hat, sollte sich jetzt schon den 25. Dezember 2034 im Kalender vormerken: Dann wird ein Vollmond der Erde noch näher kommen als Montagnacht. Ob dann womöglich schon „Space Mining“-Mega-Bagger mit luxemburgischen Kennzeichen darauf kreuzen werden? Ob wir den Erdtrabanten dann deutlicher sehen, da unter anderem dank globalem Klimaabkommen und rifkinscher E-Revolution Luftverschmutzung ein längst vergangenes Übel sein wird? Die am Montag vorgestellten Prophezeiungen des geschäftstüchtigen US-Ökonomen begeistert Leitartikel jedenfalls eher mäßig. Das „Wort“ wünscht sich einen „Feierwon 3.0“ mit Rückspiegel, damit auch niemand bei der smarten Vernetzung abgehängt wird. Das „T“ hat seinerseits schon mal einen Gewinner ausgemacht: „Der Wirtschaftsminister jedenfalls, dem also erneut ein Coup gelungen ist, positioniert sich immer stärker als der „Macher“ in der Regierung“. Und 2034 Genosse Etienne als Premier? Auf dem Mars? Na, hoffen wir, dass es den Erdball dann überhaupt noch gibt.