LUXEMBURG
LJ

Covid-19-Maßnahmen: Regierung arbeitet an Lockerungsagenda - Zahl der Toten steigt übers Osterwochenende um 15 auf 69 - Lage bleibt angespannt, auch in der Großregion

Die Luxemburger Regierung will in dieser Woche einen Ausstiegsplan aus der Notstandslage vorlegen, das hatte Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) vergangene Woche angekündigt. Das geschieht derzeit auch in anderen europäischen Ländern. Am Freitag wird das Parlament zusammenkommen, um über weitere Notstandsgesetze, insbesondere die angekündigten staatlichen Bankgarantien für Unternehmen, die durch Covid-19 in Schwierigkeiten geraten sind, zu entscheiden.

3.292 Infizierte - 69 Tote

Bis Sonntagnachmittag wurden 3.292 Personen in Luxemburg positiv auf den COVID-19-Virus getestet. Davon waren 2.694 Einwohner und 598 Nichtansässige. Der Anstieg über das Osterwochenende lag mit 69 Neuinfektionen niedrig, es wurde jedoch auch weniger getestet. Das Durchschnittsalter der Infizierten liegt bei 46 Jahren, mit 49,5 Prozent Frauen und 50,5 Prozent Männern sind beide Geschlechter etwa gleich betroffen. Insgesamt wurden seit Ausbruch der Krise 29.315 Tests durchgeführt. 24.000 der Getesteten waren Einheimische, 5.315 somit Nichtansässige.

69 Menschen sind in Luxemburg am Corona-Virus gestorben. Das entspricht einer Zunahme von 15 Fällen seit Freitag. Das Durchschnittsalter der Verstorbenen lag bei 85 Jahren. Derzeit befinden sich 211 Menschen mit einer Infektion oder dem Verdacht auf COVID-19 in einer Klinik. Davon liegen 33 auf einer Intensivstation - zuzüglich zehn Patienten aus dem Grand Est - und 178 auf einer normalen Station. 467 Patienten konnten bislang entlassen werden.

Grand Est überschreitet die Schwelle von 2.000 Covid-19-Toten

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Rheinland-Pfalz ist heute erneut leicht gestiegen. Am Morgen teilte das Gesundheitsministerium in Mainz mit, 4.842 Fälle seien nachgewiesen. Das waren 69 mit dem Erreger Sars-CoV-2 infizierte Menschen mehr als am Vortag. Die Zahl der mit dem Virus in Verbindung gebrachten Todesfälle stieg um zwei auf 71. Das Ministerium wies darauf hin, dass die Fälle am Wochenende und an Feiertagen von den Gesundheitsämtern mitunter verzögert gemeldet werden. Die meisten Infektionen mit dem Virus wurden in der Stadt Mainz registriert - bis Montag waren in der Landeshauptstadt 355 Fälle bekannt.

Im Saarland stieg die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen um 17 auf 2.138 gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium heute weiter mitteilte, sind zwei weitere mit dem Virus infizierte Menschen gestorben. Damit erhöhte sich die Zahl der Toten auf 50. Von den bislang bestätigten Infizierten gelten 665 Personen inzwischen als geheilt. Von den noch Kranken werden aktuell 204 stationär behandelt – 59 von ihnen intensivmedizinisch.

Die Schwelle von 2.000 Coronavirus-Toten wurde am Samstag in der Region Grand Est in Frankreich überschritten. Seit Beginn der Epidemie sind 2.008 Menschen im Krankenhaus gestorben, 56 mehr als am Vortag, wie aus dem am Sonntag veröffentlichten Bericht der regionalen Präfektur und der regionalen Gesundheitsbehörde (ARS) hervorgeht. Dieser berücksichtigt jedoch nicht die Zahlen aus Altersheimen und medizinischen Einrichtungen. Am Samstag befanden sich 4.841 Menschen im Grand Est in einer Klinik, 58 weniger als am Vortag, darunter 881 auf der Intensivstation, acht weniger als in 24 Stunden. Das Elsass ist seit einer evangelischen Kundgebung im Februar in Mulhouse besonders stark betroffen. Der ARS zufolge konnten 4.581 Menschen das Krankenhaus verlassen, 136 mehr als am Freitag. Seit Anfang hatten die Krankenhäusern im Grand Est mehr als 250 Patienten in andere Regionen Frankreichs oder ins Ausland – auch nach Luxemburg - verlegt, um ihre überfüllten Intensivstationen zu entlasten. Jetzt ist eine Stabilisierung oder sogar ein Rückgang der Zahl der behandelten Personen zu verzeichnen.

Über 3.900 Tote in Belgien

In Belgien wurde heute offiziell die Marke von 30.000 Infektionen überschritten. Bis dato wurden insgesamt 30.589 bestätigte Fälle gemeldet. 17.734 – ein Plus von 58 Prozent in Flandern, 9.164 oder plus 30 Prozent in Wallonien und 3.247 Fälle – ein Plus von elf Prozent - in Brüssel. Insgesamt wurden 3.903 Todesfälle gemeldet, das entspricht einem Anstieg um 303 Todesfälle in den letzten 24 Stunden.