PASCAL STEINWACHS

Der 1. April war zwar bereits vorgestern, doch als Schüler scheint man zuweilen so viel zu tun zu haben, dass man seinen Aprilscherz erst mit 24 Stunden Verspätung unter die Leute bringen kann. Wie anders wäre zu erklären, dass die so genannte Nationale Schülerkonferenz gestern mit einer Mitteilung an die Öffentlichkeit trat, in der sie im Zusammenhang mit dem vermaledeiten School-Leaks-Dings ihre Bedauerung ausdrückt, dass „die Kinder nach den Osterferien zusätzliche Tests schreiben müssen“. Dadurch müssten sie, die Kinder, „in den Osterferien viel lernen“ und könnten „nicht wie eigentlich geplant nach der stressigen Zeit auch mal zur Ruhe kommen“, so dass die Schüler nun fordern, dass die Kinder, sollten die Zusatztests trotzdem durchgeführt werden, „entschädigt werden, z.B. in Form von längeren Pfingst- bzw. Sommerferien“. Natürlich, warum auch nicht.

Im „Tageblatt“ wurde sich gestern indes über die Mimosenhaftigkeit der CSV verlustiert. „Beim kleinsten Anflug von Polemik gleich weinerlich Entschuldigung fordern und mit dem Richter drohen“, sei „schlechter politischer Stil“, und wer im harten Politikgeschäft „political correctness“ erwarte, der habe „definitiv den falschen Beruf ergriffen“. Wie wahr...