LUXEMBURG
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Wahlen zur „Chambre des fonctionnaires et employés publics“: 25 von 27 Mandaten für CGFP und FGFC

Luxemburg Alle fünf Jahre wird die Zusammensetzung der „Chambre des fonctionnaires et employés publics“ neu bestimmt. Die Resultate der Briefwahl der 27 Effektiv-Mitglieder und ihrer Ersatzleute liegen seit Freitagabend vor.

Gewählt wird in mehreren Gruppen. Die Gruppe A begreift die Beamten der höheren Laufbahn. Im Bildungswesen sind Mona Guirsch ép. Heyart und Gilles Kohnen effektive Mitglieder, in den administrativen höheren Karrieren ist es Raoul Scholtes (alle auf der Liste der Feduse Enseignement/CGFP). Die Gruppe B umfasst die mittleren Karrieren: Romain Wolff, Georges Dennewald, Steve Keipes und Irène Thill (CGFP- Association Générale des Cadres) sind hier Mitglieder. Die Gruppe C umfasst die unteren Laufbahnen: Gilbert Goergen, Raymond Juchem, Bob Jungers, Gloria Peiffer, Marco Richard, Pascal Ricquier, Christian Schleck, Daniel Da Silva Cruz und Pascal Wohl (CGFP). Gruppe D - Lehrer und Beamte der mittleren Laufbahn im Bildungswesen: Patrick Arendt (SEW-OGBL), Patrick Remakel (SNE-CGFP). Gruppe E – Gemeindebedienstete: Marco Thomé, Jean-Marie Michels, Marie-Claude Koders und Jean-Paul Kertz (FGFC), Alain Bonifas (OGBL/FNCTTFEL-Landesverband). Gruppe F – katholische Priester: Claude Bache (CGFP). Gruppe G – Staatsangestellte, Kursbeauftragte, Freiwillige bei Armee und Polizei: Carmen Jaffke, Marilène Marques (CGFP – employés de l’Etat et agents de la BCEE).

„Dieser beeindruckende Wahlerfolg zeigt, dass sich die Wähler in Krisenzeiten mehr denn je gegen eine gewerkschaftliche Zersplitterung ausgesprochen haben. Als einzige überparteiliche und national repräsentative Gewerkschaft behält die CGFP weiterhin den Blick für das Ganze“, freut sich die CGFP in einer Pressemitteilung, die ihr starkes Abschneiden „auch als ein deutliches Zeichen an die Politik“ sieht. „Bei Anliegen von allgemeinem Interesse, die den Staatsdienst betreffen, bleibt die CGFP ein unumgänglicher Ansprech- und alleiniger Verhandlungspartner für die Regierung“, heißt es. Die Organisation werde mithelfen, die Auswirkungen der Covid-19-Krise zu meistern und einen besonderen Blick auf die bevorstehende Steuerreform halten sowie auf die bevorstehenden Verhandlungen über das neue Gehälterabkommen für die öffentlich Bediensteten. Auch die FGFC freute sich über die 78 Prozent der Stimmen bei den CHFEP-Wahlen. Ein Resultat, das die Repräsentativität der Gewerkschaft im Gemeindesektor bestätige.

ACEN: „Demokratiedefizit“bei CHFEP-Zusammensetzung

Für die „Association des chargés de l‘enseignement national“ hätten diese Wahlen nicht stattfinden dürfen, da es nicht möglich gewesen sei angesichts der Covid-19-Krise und den geschlossenen Schulen einen Wahlkampf zu führen. In ihrer Pressemitteilung unterstreicht die ACEN ferner, dass die Sitzverteilung in der CHFEP nicht mehr zeitgemäß sei. Es herrsche sogar ein „Demokratiedefizit“, da der luxemburgische Staat derzeit 27 Prozent Angestellte beschäftigt, für die allerdings nur zwei Sitze verfügbar sind, also weniger als 10 Prozent. Es müssten wenigstens acht Sitze sein. Die ACEN weise seit Jahren auf das Problem hin und fordert nun alle Akteure auf, es zu beseitigen. LJ