TRIER
JSF

Die Knallgeräusche, die am Mittwoch zu einem Großeinsatz der Polizei in der Trierer Innensatz geführt hatten, stammten tatsächlich von einer Schusswaffe, genauer: einer Schreckschusspistole. Mittwochabend nahm die Polizei einen 30-Jährigen aus dem Raum Trier in einem Elektronik-Fachmarkt im Alleencenter in Trier fest. Er führte eine Schreckschusspistole mit sich.

In seiner anschließenden Vernehmung räumte der Mann ein, mit der Waffe im Parkhaus geschossen zu haben. Er behauptete, er habe diese dort ausprobieren wollen. Der Beschuldigte ist nicht Inhaber eines sogenannten „kleinen Waffenscheins“, der zum Führen einer solchen Waffe berechtigt.

Neben der Schreckschusswaffe führte der Beschuldigte ein Butterflymesser mit sich, welches ebenfalls sichergestellt werden konnte. Weiter wurden bei ihm mehrere DVDs gefunden, die er in dem Elektronik-Fachmarkt mutmaßlich in Diebstahlsabsicht in seine Kleidung gesteckt hatte. Gegen ihn besteht daher auch der dringende Tatverdacht des Diebstahls mit Waffen.

Der Mann ist in der Vergangenheit bereits wegen Erwerbs von Betäubungsmitteln strafrechtlich in Erscheinung getreten und deswegen im Jahr 2014 zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Der Beschuldigte wurde am Donnerstag dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Trier vorgeführt worden. Dieser hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft Trier Haftbefehl wegen Diebstahls mit Waffen und Verstoßes gegen das Waffengesetz erlassen.