„Griechenland. Griechenland. Griechenland.“ Wenn ein Thema derart die Hoheit über die Nachrichtenlage für sich beanspruche wie das hellenisch-europäische Schuldenduell, würden andere Themen zwangsläufig der ihnen eigentlich zustehenden Aufmerksamkeit beraubt, ärgerte sich gestern der Editorialist der Erzbistumszeitung, die einige Seiten später zeigt, was ihr wirklich am Herzen liegt, nämlich das Bier. Das süffige Gerstenzeugs treibt ein Teil der „Wort“-Redaktion dann auch zu derart unkeuschen Gedanken, dass man schon vom Lesen rot anläuft, geht hier doch tatsächlich von feuchten Flöten und noch schlimmeren Dingen die Rede: „Lorsque l’on saisit la flûte humide de fraîcheur par une fin de journée encore chaude et ensoleillée, le moment est éminemment sensuel et même - osons le dire - quasiment orgasmique“. Pfui!
Ganz andere Probleme hat derweil CSV-Obmann Marc Spautz, der seine Truppe im jüngsten „CSV Profil“ doch allen Ernstes als „Volkspartei der konkreten Alternativen“ bezeichnet, habe die CSV in den zurückliegenden Monaten doch „konsequent auf konstruktiv-kritische Oppositionsarbeit“ gesetzt. Wenn sie so weiter macht, dann bekommt sie noch den Friedensnobelpreis...


