CLAUDE KARGER

Im „T „ machte sich der Leitartikler am Ostersamstag so seine Gedanken über die feuchten Träume von „Krisen-Populisten“. „Polternde Provinzfürsten“ - weshalb das „T“-online wohl ausgerechnet ein Foto mit dem einst „roude Léiw“-Fahnen-schwingenden und schifferklarvierspielenden Käerjenger „député-maire“ auswählte mit der Bildunterzeile: „Her mit den Masken oder ich spiele eine Lied“? - würden mit dem Ruf nach „Masken für alle!“ billige polemische Spielchen zocken. „Es ist politische Augenwischerei - und nicht weniger als unverantwortlich, in einer derart sensiblen Situation auch nur ansatzweise daran zu denken, politisches Kapital aus der Angst der Menschen zu schlagen“, findet das „T“ zu Recht. Mit viel „Herrgott net nach!“ musste sich indes übers Oster-Wochenende der CSV-Parteichef im Fratzenbuch verteidigen, er wolle doch keine Polemik machen, wenn er hierzulande taiwanesische Maskenverhältnisse fordere. Stichwort Herrgott: Digitale Ostern ist wirklich Mist. Das meint nicht zuletzt der katholische Oberhirte, der bei RTL predigte: „Wa mer eist Konsumverhalen net änneren, da si mer ganz schwaach, wann eng aner Epidemie kënnt“ und die Frage aufwarf, ob Covid-19 nicht nur eine Warnung sei, wenn wir Phänomene wie den Klimawandel nicht ernst nehmen. Genau deshalb haben wir vom Kerzenzauber abgesehen.