LUXEMBURG
LIZ MIKOS

Kleine Entdecker kommen beim „Luxembourg City Film Festival“ auf ihre Kosten

Schon zum zehnten Mal findet im März das „Luxembourg City Film Festival“ statt. Auch für die Jubiläumsausgabe, die vom 5. bis zum 15. März stattfinden wird, haben sich die Organisatoren neben zahlreichen Screenings für das erwachsene Publikum auch wieder ein spannendes und vielfältiges Jugendprogramm ausgedacht. Jede Altersklasse ab dem Alter von drei Jahren wird während des Festivals bedient. Jungen Festivalbesuchern wird ein internationales Panorama außergewöhnlicher Kinder- und Jugendfilme geboten - Multikulturalität wird großgeschrieben. Werke aus Luxemburg und Russland, von Amerika bis Japan warten nur darauf, von Kindern und Jugendlichen entdeckt zu werden. Außerdem werden sie die Gelegenheit haben, eine Ikone des französischen Animationskinos zu treffen: Jean-François Laguionie, der eine Retrospektive seines Schaffens, sowie seinen neuesten, in Luxemburg koproduzierten Film zeigen wird. Um wirklich überhaupt nichts auszulassen, werden zusätzlich zum Filmprogramm Workshops und Aktivitäten angeboten, die dafür sorgen, dass die jüngere Generation einen genaueren Einblick in die Geschehnisse und Entstehung der Filmwelt bekommt. Sie werden die Möglichkeit haben sich am Bildhauen und an Stop-Motion-Animationstechniken versuchen können, an Drehbüchern zu schreiben und über die Schnittpunkte zwischen Kunst und Film zu lernen.

Erstes herantasten und altersgerechte Themen

Kino soll ein Erlebnis für Menschen allen Alters sein, daher bietet das „Luxembourg City Film Festival“ ihr Programm auch schon für Kinder ab drei Jahren an. „Mäin éischte Kino“ richtet sich an die ganz Kleinen und bringt ihnen das Thema Animation näher. Ganz ohne Dialoge werden die kleinen Entdecker in eine Welt von niedlichen, animierten Tieren entführt, in der es vor allem um Themen wie Angstüberwindung, Abenteuer und Freiheit geht. Mit kurzen Filmen können sich die kleinen Filmemacher von morgen schon einmal langsam an das Thema Film herantasten. Mit der Altersklasse steigen auch die Anzahl und die Komplexität der Dialoge in den jeweiligen Filmen, immer darauf bedacht Themen aufzugreifen, die für die Zielgruppe relevant und verständlich sind. Was häufig vorkommt sind selbstverständlich verniedlichte Tiere, die es vereinfachen, Problematiken zu vermitteln, doch auch das Motiv der Familie bleibt stets ein zentraler Punkt in den Screenings.

Kinder und Jugendliche, die erst mit dem Medium Film in Verbindung kommen und sich ein wenig Hintergrundwissen verschaffen wollen, können dies auf unterhaltsame Weise bei der Vorstellung von „Crazy Cinématographe“ tun. Diese Attraktion richtet sich an alle jungen Interessenten ab fünf Jahren und sorgt für einen ersten Einblick in die Welt des Stummfilms. Insgesamt ist das Jugendprogramm sehr auf Abenteuerlustige und Entdeckungsfreudige ausgerichtet. Als einer der Höhepunkte wird aber mit Sicherheit der Film „Binti“ von Frederike Migom gehandelt. Binti und ihr Vater leben ohne Papiere in Belgien, bis Binti durch eine schicksalhafte Begegnung scheinbar die Lösung für ihre Probleme findet… Der Film wurde bereits mehrfach als bester Kinderfilm ausgezeichnet und schafft es nun im März auch in luxemburgische Kinosäle. Zuschauer ab acht Jahren sollten sich die Vorstellungen auf keinen Fall entgehen lassen.

In den unterschiedlichen Workshops und Ateliers können kleine Entdecker dann auch selbst zeigen, was sie können. Hier wurde der Fokus nicht nur auf einen Punkt gelegt, sondern deckt quasi alle relevanten Themenbereiche des Films ab. Somit beschäftigt sich das Jugendprogramm nicht nur damit, den Kindern eine Auswahl an Filmen vorzustellen, sondern bietet auch die Möglichkeit selber aktiv zu werden und durch „learning by doing“ einen etwas klareren Einblick in die doch eher komplexe Welt des Films zu bekommen.

Selbst ein Teil des Festivals werden

Junge Filmbegeisterte, die auch gerne ihre Meinung äußern, sollten nun ganz besonders achtsam sein, denn sie können selber Teil des „Luxembourg City Film Festival“ werden. Wer mehr will, als sich die Filme nur anzuschauen, kann sich jetzt noch bewerben und Teil der jungen Jurys werden. Insgesamt für zwei unterschiedliche Jurys werden zurzeit noch Mitglieder gesucht, die sich mit ihrem Lebenslauf und einem Motivationsschreiben über register@luxfilmfest.lu registrieren können. Jugendliche ab 16 Jahren können sich für die Jugendjury bewerben und somit Teil des Geschehens werden. Eine Auswahl an Filmen wird ihnen gezeigt werden, die sie analysieren und bewerten sollen. Am Ende des Festivals, am 14. März, vergeben die Jurymitglieder den „Preis der Jugendjury - by Kinepolis“ während der offiziellen Preisverleihungszeremonie. Ähnlich wird beim Schülerpreis gehandelt, mit dem Unterschied, dass hier ganze Klassen sich anmelden können. Gesucht wird eine Klasse von Jugendlichen im Alter zwischen zwölf und 15 Jahren, die bei der Prozedur von ihrem Lehrer oder ihrer Lehrerin begleitet wird. Ihnen werden insgesamt fünf Filme gezeigt, die sie anschließend bewerten. Auch dieser Preis wird von den Jugendlichen bei der feierlichen Zeremonie überreicht.

Mehr Informationen und das komplette Programm gibt es unter www.luxfilmfest.lu, Festivalpässe und -tickets für die öffentlichen Vorstellungen des Kinder- und Jugendprogramms sind ab dem 13. Februar 2020 auf www.luxfilmfest.lu und auf www.luxembourg-ticket.lu erhältlich