LUXEMBURG
INGO ZWANK

Schöffenrat der Hauptstadt informiert letztmalig über aktuelle politische Themenfelder

Letztes „City breakfast“, zu dem Hauptstadtbürgermeisterin Lydie Polfer im Jahr 2016 einlud: Sicherheitsmaßnahmen auf dem Weihnachtsmarkt, die Kirchenfabriken oder auch das Silvesterfeuerwerk standen auf der morgendlichen Agenda.

„Die Aktualität hat uns den Punkt Sicherheit auf den Plan gerufen“, sagte Polfer. Bereits am Montagmorgen traf sie sich mit den Verantwortlichen der Polizei. Es gab schnell einen sensiblen Punkt: den Bvd Roosevelt, hier wurden Betonblöcke installiert, auch im Bereich Knuedler wurden gegenüber der Polizei solche installiert. Aber auch am Weihnachtsmarkt im Bahnhofsviertel - hier die Eingänge - wurden entsprechend mit Betonblöcken etwas abgeschirmt.

Zu Silvester Leinwand auf dem Knuedler

„Doch die Sicherheitswege sind nicht eingeschränkt“, sagte Polfer. Sie betonte aber ebenso wie Polizeiminister Etienne Schneider, dass es aktuell keine konkrete Gefahr gebe, „doch wir sind es unseren Bürgern schuldig. Wir wollen uns aber nicht erdrücken lassen. Auch wenn der Weihnachtsmarkt am 24. um 17.00 schließt, bleibt die Eispiste dennoch weiter geöffnet. Auf dem Knuedler wird zudem eine Leinwand aufgestellt. Um 0.00 an Silvester wird dann ein Countdown gestartet, damit nicht jeder auf die eigene Uhr schauen muss“, so Polfer - also Hochbetrieb. Und die Maßnahmen in Form der Blöcke bleiben stehen. Auch ein DJ werde dann hier auflegen, ergänzte Schöffe Patrick Goldschmidt. „Dies machen wir, weil kein Feuerwerk abgebrannt wird.“ Goldschmidt sagte, dass die Stadt, auch wenn das Abfeuern von Raketen laut Reglement verboten sei, an Silvester keine großartigen Kontrollen anordnen würde. „Wir wollen feiern, wir lassen uns nicht niederkriegen“, so Polfer mit Blick auf ihre „weltoffene Stadt Luxemburg“.

Zu den Vorkommnissen in Berlin sagte Polfer, dass sie ihrem Amtskollegen Michael Müller ein Beileidsschreiben zukommen ließ.

Neue Ausstellung

„Les 2 Musées de la Ville“ wollen im Mai 2017 eine neue Dauerausstellung vorstellen. Man will das Konzept überarbeiten. Eine chronologische Ausstellung auf vier Etagen soll nun entstehen. Hinter dem Empfang soll die Aktualität der Stadt neu präsentiert werden, „unter anderem mit dem Punkt ‚Was sind die Perspektiven‘“, erklärte Direktorin Danièle Wagener. Im Februar/März 2017 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Schöffe Goldschmidt ging noch einmal auf die Modalitäten bezüglich des Straßenverkauf ein. Ohne eine Genehmigung sei dies nicht möglich. Jetzt wurden einige Stellen ausgewiesen, wo ein Verkauf zum Beispiel mit einem „mobilen Stand“ oder dem bekannten „Coffeebike“ möglich sind, auf dem Knuedler, beim Lift im Pfaffenthal oder auch beim Kreisel Schuman sei dies unter anderem möglich. Ein Antragsformular sei in Ausarbeitung, sagte Goldschmidt. 40 Cent bis 1,60 Euro sind die Quadratmeterpreise, die auf eine Stunde berechnet werden sollen. Viele Anträge mussten in der letzten Zeit in der Schublade abgelegt werden, da es keine Regelung gab. Daher sollten alle noch einmal ihre Anfragen einreichen, sagte Goldschmidt.

Eine neue Radpiste konnte Schöffin Sam Tanson vorstellen: Der Bürgersteig entlang der Rue de Bouillon wurde verbreitert und eine Radpiste in zwei Richtungen eingerichtet.

Moderaten Wohnraum im Rahmen eines Vorkaufsrechts durch die Stadt schaffen, eben da, wo die Verkäufer die Wohnungen nicht verkauft bekommen, will man nun in der Residenz „Les Jardin“ in Mühlenbach ausweisen. Hier werden Appartements von 64,44 Quadratmetern und Terrasse (Kaufpreis der Stadt: 381.127 Euro) bis hin zu 75,63 Quadratmeter (418.274 Euro) angeboten, insgesamt sind es vier Wohnungen. „Wir können den Grundpreis für das Grundstück herausrechnen. Doch die Leute können nach 13 Jahre das Grundstück nachkaufen, wenn sie wollen“, erklärte Goldschmidt. Dieser Grundstückspreis werde aber bereits beim Kauf festgelegt, der immerhin bis zu 105.000 Euro betrage. Ein Kauf ist an gewisse Konditionen gebunden, die man unter www.vdl.lu in der Rubrik „Environement et urbanisme/biens à vendre et à louer) einsehen kann. Bis zum 17. Februar können Interessenten ihre Unterlagen einreichen.

Am Donnerstag wird Bürgermeisterin Polfer übrigens die Konvention über die Kathedrale mit dem Bistum unterschreiben.

Die Stadt Luxemburg bietet an Silvester bis morgens 5.30 einen durchgängigen Liniendienst an. Der City Night Bus (CN1) fährt hingegen bis 6.30 - alle weiteren Infos über die Mobilität zu Silvester gibt es unter www.vdl.lu/sylvestre