LUXEMBURG/TOKIO
MM

Japanische Entwicklungsbank legt neuen Bonds auf

Die japanische Entwicklungsbank startet ein neues Anleihe-Programm für das laufende Jahr, womit Infrastrukturprojekte in Japan und das Wirtschaftswachstum dort gestützt werden sollen.

Wie die Börse Luxembourg (LuxSE) gestern mitteilte, wird das neue Anleiheprogramm der staatseigenen Development Bank of Japan (DBJ) in Luxemburg am „Euro MTF-Markt“ der hiesigen Börse gehandelt. Um welches Volumen es sich handelt, wurde nicht präzisiert.

Die 2008 gegründete japanische Entwicklungsbank hatte 2014 ein dreijähriges Finanzierungsprogramm begonnen, mit dem die Verkehrsnetze in Japan im Hinblick auf die Olympischen Spiele in Tokio 2020 ausgebaut werden sollen. Zudem sollen damit auch Energieprojekte gefördert werden - das Erdbeben 2011 hatte bekanntlich zu dem GAU von Fukushima geführt, als sein Meiler des dortigen Kernkraftwerks barst.

Die japanische Entwicklungsbank plane darum auch die Förderung regenerierenden Projekte, wie die Börse Luxemburg gestern mitteilte.

In dem am 31. März geendeten Finanzjahr hatte die DBJ Gelder im Volumen von 2.861,3 Milliarden Yen (25 Milliarden Euro) als Kredite vergeben. Derzeit hat die DBJ zwei Anleihen an der LuxSE, wovon die eine noch bis 2022 und die zweite bis 2023 läuft. Das Gesamtvolumen der von verschiedenen Entwicklungsbanken an der luxemburgischen Börse ausgegebenen Anleihen beläuft sich auf 850 Milliarden Euro.