LUXEMBURG
INGO ZWANK

FLPS-Kongressvorbereitung mit neuem Lexikon „Die Fische und die Fischwelt zu Luxemburg“

Es stellt eine Ergänzung zu den bestehenden Büchern und Schriften, die sich mit der luxemburgischen Aquafauna beschäftigen: „Der Luxemburger Sportfischerverband veröffentlicht jetzt ein handliches Fischlexikon“, erklärte Präsident Jos Scheuer gestern bei der Vorstellung des anschaulichen Büchleins gegenüber dem „Journal“.

Lexikon für Fischer, Schüler und Naturliebhaber

„Wir wenden uns mit diesem informativen Buch von allem an Angler, die anhand von spezifischen Merkmalen die Süßwasserfische bestimmen können.“ Doch das Buch ist geeignet für Naturfreunde, die die Artenvielfalt der Süßwasserfische, Muscheln und Krebse genauer kennenlernen wollen.

„Das Buch enthält außerdem, in Deutsch und Französisch, eine Zusammenfassung der wichtigsten gesetzlichen Vorschriften, die das Angeln in den Grenzgewässern und in den Binnengewässern Luxemburg regeln. „Daran kann man erkennen, wie die aktuelle Gesetzgebung aussieht. Eine Lage, in der die Katze ihre Jungen nicht mehr wiederfindet.“ „Es ist ein komplettes Nachschlagewerk der einheimischen und auch der eingewanderten Arten“, so Scheuer. So wird auch über das Biotop Wasser gesprochen.

Acht Monate Arbeit

Gilbert Zangerlé, einer der Verfasser, präzisierte, dass man das „Wasser als Ganzes“ darstellen wollte, dass es ein System ist, in dem der Fisch und auch der Mensch nur ein Teil sind. So soll auch auf die Verantwortung der Fischer hingewiesen werden.

René Neumann, verantwortlich für den grafischen Teil des Lexikons, sowie Romain Picard und Lucien Thill, die unter anderem mit der Merkmal-Verfassung betraut waren, haben gute acht Monate mit ihren Kollegen und der Realisierung des Werks zu tun gehabt. „Als wir die Bilder aus Holland bekommen haben, fiel der Startschuss“. Was die Kosten angeht, so ist die Föderation komplett in Vorleistung getreten. „Wir gehen davon aus, dass das Umweltministerium und auch das Wasserwirtschaftsamt Wort halten und den entsprechenden Zuschuss geben, der mündlich zugesagt wurde.“ Denn diese Institutionen haben bekanntlich eine Verpflichtung, „etwas für die Förderung der Fischerei zu tun.“ Bei dem Erstellen des Buches wurde auf große Grußworte verzichtet, ohne Widmungen, da es „einfach ein Lexikon werden sollte, was sich zeitlos darstellen soll“, so die Intention der Autoren. „Und wir wollen zeigen, dass wir etwas von Fischen und der Fischerei verstehen, dass wir ausbilden, dass wir mit rund 2.000 Mitgliedern recht stark sind.“

Bei der Föderation und auch bei einigen Geschäften mit Fischereibedarf kann man das Werk kaufen. Alle Tourismusbüros und Gemeinden, die die Fischereierlaubnis erteilen, werden angeschrieben, um das Buch in ihr Repertoire zu nehmen. Der Verkaufspreis liegt bei zehn Euro, bei einer Auflage von 2.000 Stück. „Wir geben es zu einem Zeitpunkt heraus, wo die Fischerei unter Druck steht, dabei ist es kein Druck, der vereinzelt ausgeht“, sagte Scheuer auch mit Blick auf den Jahreskongress.

Ausblick auf den Jahreskongress

Am morgigen Sonntag findet ab 9.00 der Jahreskongress in Gildsorf statt. Was funktioniert, sei der „Oberste Fischereirat“, sagte Scheuer nach der Buchvorstellung. Man werde mit eingebunden, es werde passend diskutiert. „Die FLPS ist Ansprechpartner und man fragt uns auch um Mithilfe bei der Ausarbeitung verschiedener Punkte.“ Und doch gibt es Probleme: Eine Erlaubnis für das Gruppenangeln, das Anfischen oder auch die Schwarzmeergrundel. Was diese invasive Art angeht: „Die Verwaltung hat Bottiche organisiert, damit wir dort die Grundeln einlagern“, erzählt Scheuer. Zusätzlich wurden dazu Elektroden angeschafft, damit dann die Fische „hingerichtet“ werden, „doch dafür sind wir nicht zu haben“, sagte Scheuer mit Blick auf die Forderung aus dem Ministerium, das der Fischerföderation bei der Bekämpfung dieser Arten helfen müsste.

Was lobend erwähnt wurde, ist nun die Chance, dass man den Erlaubnisschein nun online beantragen kann, hier ist das Wirtschaftsministerium besonders aktiv geworden, wie Scheuer betonte.

Auch ergänzte Scheuer erneut, dass man noch intensiver die Fischerei mit in den Tourismus einbinden muss.

Auf dem Prüfstein sei auch, ob man eine Prüfung ablegen soll. „Für den Bereich der Kontrolleure werden wir selbst nun Weiter- und Fortbildungen anbieten, die dann auch entsprechend mit dem neuen Buch arbeiten können.“
Auf dem Kongress am kommenden Sonntag in Gilsdorf wird den Mitgliedern das neue Buch vorgestellt; der Vorstand wird wohl
entsprechend bestätigt werden


Die Broschüre kann bei der „Fédération Luxembourgeoise des Pêcheurs Sportifs A.s.b.l“,47, rue de la Libération, 5969 Itzig, unter Telefon 36 65 55, Fax 36 90 05 für zehn Euro bestellt werden - www.flps.lu; E-Mail: secretariat@flps.lu