LUXEMBURGSVEN WOHL

Ettelbrück und Diekirch wachsen im Vergleichmit den anderen Nordstadtgemeinden langsamer

Der dritte große städtische Entwicklungspol Luxemburgs birgt so seine Widersprüche. Denn obwohl die Nordstadt zwischen 2001 und 2011 insgesamt um 7,2% gewachsen ist, wenn es um die Bevölkerungszahlen geht, sind es nicht die großen unter den Gemeinden, also Diekirch und Ettelbrück, die am stärksten gewachsen sind.

Langsamer als das Land

Stattdessen zeigt die Erhebung des STATEC, dass es vor allem die kleineren Gemeinden sind, die schnell wachsen. Wachstumsmeister ist die Gemeinde Colmar-Berg, die von 1.711 auf 1.919 Einwohnern innerhalb von zehn Jahren gekommen ist. Das ist eine Steigerung von 12,2%. Diese wirkt gegenüber des Wachstums des Landes (16,6%) über den gleichen Zeitraum hinweg noch relativ gering. Auf dem zweiten Platz befindet sich Erpeldingen 11,4%.

Insgesamt zählte die Nordstad Anfang 2011 22.349 Einwohner. Ettelbrück (7.831) und Diekirch (6.318) verzeichnen dabei natürlich die größten Anteile.

Überwiegend luxemburgische Bevölkerung

Was die Herkunft der Einwohner betrifft, so zeigen sich hier einige Unterschiede zur Hauptstadt. 60,9% der Einwohner sind Luxemburger. Darauf folgen Portugiesen mit 24,1%. Alle anderen Nationalitäten kommen auf die restlichen 15%. Die höchste Quote von Ausländern hat Ettelbrück mit 43,3%. Am anderen Ende des Spektrums befindet sich dagegen Erpeldingen, wo gerade einmal 25,8% der Einwohner aus dem Ausland kommen.

Eine anziehende Stadt

Attraktiv wird die Stadt durch niedrigere Kaltmieten: Während der Landesdurchschnitt bei 888 liegt, kommt die Stadt im Norden auf 737.

Doch in Sachen Bildung muss man eine negative Diskrepanz feststellen: Im Landesdurchschnitt haben 34,5% einen Abschluss in der niedrigsten Bildungskategorie.

In der „Nordstad“ sind es dagegen 42,1%. Was die höchste Bildungsabschluss-Kategorie angeht, so nennen nur 18,8% der Nordstad-Einwohner einen solchen ihr eigen. Damit liegen sie unter dem Landesdurchschnitt von 27,1%.