LUXEMBURGPATRICK VERSALL

Das Discovery Zone Luxembourg City Film Festival verlässt 2013 definitiv sein Schattendasein

Was wurde nicht jahrelang genörgelt, kritisiert, herum gemault und moniert: Das Filmfestival in der Hauptstadt wäre provinziell, aber dennoch glamourös genug, damit die Bourgeoisie jeden Abend die Projektion eines unterklassigen Filmes als Anlass zum Schampus nippen nehmen könnte.

Dabei waren die Kritiken nach der ersten Auflage des Discovery Zone Luxembourg City Film Festival im Jahr 2011 überaus berechtigt, versprühte das Unterfangen damals alles andere als Festivalflair in den Straßen der Stadt.

Kino für jeden

Die Macher haben jedoch aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt, möchten es peinlichst vermeiden, mit dem Eisen des Elitarismus‘ gebrandmarkt zu werden. Die Besucherzahlen des vergangenen Jahres sollten nicht unbedingt als Gradmesser dienen: Zwar wurden über 11.000 Besucher gezählt, allerdings vergisst man gern zu präzisieren, dass es, streng genommen „nur „ 8000 Kinobesucher waren plus etwa 3.000 Kinder und Jugendliche, die an Rahmen-oder Spezialveranstaltungen teilgenommen haben. Seite einigen Tagen prägen nun Festivalflaggen das Bild der hauptstädtische Einkaufsmeilen; die Veranstaltung ist knapp drei Wochen vor dem Start schon greifbar nahe, das komplette Programm steht.

Durchbrechen der Schallmauer

Die 10.000-Besucher Schallmauer dürfte zwischen dem 28. Februar und 8. März zu knacken sein, wie es die Organisatoren gestern verlauten ließen, es ginge nun darum , die nächste Ebene zu erreichen und auch verstärkt in der Großregion Präsenz zu zeigen. Außerdem soll das junge Publikum noch intensiver in das Festival eingespannt werden; ab diesem Jahr gibt es erstmals auch Veranstaltungen für die Schüler aus den Kindergärten.

Die Hauptneuerung dürfte der Grand Prix Discovery Zone sein: Eine internationale Jury- die Namen werden demnächst preisgegeben- vergeben einen mit 10.000 Euro dotierten Preis an einen der elf Filme, die im offiziellen Wettbewerb laufen.

Zurück behalten für die einzelnen Kategorien wurden, so die Organisatoren, Filme die weder fade, farblos noch geruchslos sind. Neben einer stattlichen Anzahl an luxemburgischen Produktionen und Co-Produktionen erwarten die Besucher zahlreiche Filme aus Ländern wie Afghanistan, Serbien oder Israel. Denn, hieß es gestern, die größten filmischen Perlen würden oftmals aus den Randgebieten der globalen Filmmetropole kommen.www.discoveryzone.lu