LUXEMBURG
LJ

Umfrageergebnisse zur Arbeitszeitorganisation

Mehr als ein Drittel aller Arbeitnehmer im Großherzogtum muss mindestens einmal pro Woche mit kurzfristig angepassten Arbeitszeiten zurechtkommen. Bei weiteren 26 Prozent der Beschäftigten ändern unerwartete Anfragen am Arbeitsplatz einmal im Monat die Arbeitszeiten. Mit diesen Werten belegt Luxemburg laut Eurostat-Daten einen Spitzenplatz in der EU. In den anderen 26 EU-Staaten sind kurzfristige Anpassungen der Arbeitszeiten seltener. 60 Prozent erleben so etwas kaum oder gar nicht. Gleichzeitig verfügen viele Beschäftigte zumindest über eine gewisse Autonomie in der Gestaltung ihres Arbeitstags. 36 Prozent der Erwerbstätigen können hierzulande zumindest mit Einschränkungen entscheiden, wann sie mit der Arbeit beginnen oder Pause machen können. Für knapp die Hälfte ist es hingegen der Arbeitgeber, die Organisation oder die Kunden, die in erster Linie die Verfügbarkeit der Beschäftigten bes.timmen.

Beruflicher Kontakt in der Freizeit

Darüber hinaus gab fast jeder fünfte Arbeitnehmer in der EU (17 Prozent) an, in den letzten zwei Monaten mehrmals in seiner Freizeit kontaktiert worden zu sein, während beinahe jeder vierte Arbeitnehmer (23 Prozent) gelegentlich kontaktiert worden war. Der Großteil der Erwerbstätigen in der EU (59 Prozent) führte an, dass sich ihr Arbeitgeber oder ihre Kunden in den letzten zwei Monaten in ihrer Freizeit nicht mit ihnen in Verbindung gesetzt hatten. In Luxemburg sind mehrmalige Anrufe, Textnachrichten oder Mails in der Freizeit häufiger (21 Prozent) und für rund ein Viertel ein gelegentliches Phänomen. 55 Prozent müssen sich in ihrer Freizeit keine Gedanken über ihren Job machen.
Kurzfristig ein oder zwei Stunden freinehmen, um einen außerplanmäßigen Termin wahrzunehmen oder den Nachwuchs irgendwo hinzubringen. Das ist für 37 Prozent der Erwerbstätigen in Luxemburg kein Problem und für 40 Prozent im Bereich des Machbaren. Ein Fünftel sagte der Europäischen Arbeitskräfteerhebung 2019 zufolge, kurzfristig ein paar Stunden freizubekommen sei „ziemlich schwierig“, für acht Prozent sogar „sehr schwierig“.